Fachhochschule Erfurt – Architektur

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Fachrichtung Architektur

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Stegreif zur Kunstbiennale 2021

Sommer 2020
BA6
Stegreifentwurf

6. Semester Architektur
Europäischer Pavillon zur Kunstbiennale in Venedig 2021

Aufgabenstellung

Die Kunstbiennale in Venedig hat eine lange Tradition, 1895 wurde sie als Weltausstellung der bildenden Künste“ gegründet. Hierfür wurden erste Länderpavillons in der noch heute hierfür genutzten Parkanlage Giardini erbaut. Ihr Vorbild fand die Biennale in der 1. Internationalen Kunstausstellung der Sezession von 1893 in München. Kunstschaffende aus der ganzen Welt stellen jeweils ihr Heimatland stellvertretend meist mit eigens für die Biennale geschaffenen Kunstwerken aus. Sie findet alle 2 Jahre unter einem übergreifenden Thema statt.

Die Europäische Union besteht nun in ihrer jetzigen Form 27 Jahre und wenn man die Zeit der EWG, die 1957 gegründet wurde, dazu zählt seit 63 Jahren. In Zeiten in denen die Idee eines vereinten Europas als Bundesstaat von vielen Seiten in Frage gestellt wird, möchte die Europäische Regierung ein Zeichen setzen und die verbindende Wirkung künstlerischen Schaffens in der EU mit all seinen Facetten in einem eigenen Pavillon präsentieren. Denn „Nichts verbindet die Menschen so tief wie die Kunst, so möge denn die Kunst leben und mit ihr die, die ihr dienen und sich nicht fürchten, die herbe Wahrheit des Lebens so darzustellen, wie sie ist.” – Maxim Gorki

Der Pavillon ist als temporärer schwimmenden Pavillon zu planen und soll multifunktional für Ausstellungen, Präsentationen aus den darstellenden Künsten (Theater/Tanz/ und Workshops geeignet sein. Er wird in der Nähe des Eingangs zu den Giardini am Kai für den Zeitraum der Biennale vor Anker liegen. Die Herausforderung für uns Architekten besteht darin, Räume für Kunstwerke zu entwerfen und den künstlerischen Anspruch unserer Disziplin zu nutzen, um mit gestalterischen Anspruch und räumlicher Wirkung der Kunst zu dienen nicht mit ihr in Konkurrenz zu treten.

Das Stadtbild von Venedig ist mit geprägt durch viele Türme, die eine Aussicht auf die Stadt von oben und damit auch Orientierung bieten. Der Europäische Pavillon darf sich gerne auch in die Höhe entwickeln und ggf. mit einer Aussichtsplattform einreihen.

Der Pavillon soll ca 550 bis 600 m² Nutzfläche aufweisen und benötigt keinerlei Nebenräume bzw. Toiletten, diese können auf dem Gelände der Biennale genutzt werden. Die lichte Höhe der Ausstellungsräume sollte 3,8 m betragen. Ca. 30% der Nutzfläche soll eine lichte Höhe von ca. 7,5 m haben. Das Gebäude und die Baukonstruktion hat nur Anforderungen an Regen und Winddichtigkeit zu erfüllen.

Zur „Gründung” stehen Ihnen Pontons aus Stahl zur Verfügung. Ein gängiges Maß für solche Pontons sind die Abmessungen 4,0 x 8,0 m Grundfläche und 3,0 m Höhe. In der für unserer Aufgabe erforderlichen Anzahl können solche Pontons auch in individuellen Abmessungen und Formen hergestellt werden. Damit kann auch die veränderte Auflast durch unterschiedliche Gebäudehöhen aufgenommen werden. Es sind selbstverständlich auch andere Konstruktionen denkbar, die geeignet sind, den entsprechenden Auftrieb zu gewährleisten. Vorschläge hierbei sollten plausibel sein, müssen aber nicht detailliert nachgewiesen werden. Das bedeutet für uns, dass die Konstruktion als schwimmendes Gebäude sich zunächst nicht von einer Konstruktion auf gewachsenem Grund unterscheidet aber dabei zwei Einschränkungen bestehen: Eine „Unterkellerung” ist natürlich nicht möglich und die Entwicklung in der Höhe setzt eine Ausdehnung der Aufstandsfläche von mind ¼ der Höhe voraus, da die Aufnahme von Kräften durch eine Einspannung, bzw. Widerlager im Erdreich nicht möglich ist. Darüber hinaus ist bei dem Konstruktionsprinzip und der Wahl der Materialien auf eine Reduzierung des Gewichts zu achten. Das Niveau der Plattform zum Ufer wird sich durch das sich ändernde Eigengewicht (wechselnde Ausstellungen und Anzahl an Besuchern) und den schwankenden Wasserstand immer wieder ändern. Beim Zugang zu der Plattform und der Sicherung der Position ist dieser Umstand zu berücksichtigen.

Die folgenden Darstellungen zeigen eine Auswahl der Ergebnisse des Stegreifs.

Buchmann, Görl, Menjailow, Wehlend
Abele, Brömmer, DeLisle, Metzner
Desel, Franke, Küsters
Desel, Franke, Küsters
Ollertz, Schmidt, Schneider, Weise
Nägle, Reiser, Rieger, Treviranus

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