Fachhochschule Erfurt – Architektur

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Fachrichtung Stadt- und Raumplanung

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AIM

BMBF- Forschungsprojekt AIM: Analyse institutionellen Handelns im Umgang mit der Mobilität europäischer Bürger:innen. Ansätze zur Förderung des Europäischen Zusammenhalts.

Die Mobilität und Migration europäischer Bürger:innen verändert das Zusammenleben in den Städten. Europas Bürger:innen entscheiden heute weitestgehend frei, wo sie leben wollen. Eine Vielzahl von Institutionen beeinflusst und rahmt die Mobilität und Migration. Das Projekt untersucht die Schnittstelle zwischen Mobilität und Migration, institutionellen Handelns und unserer vielfältigen Gesellschaft. Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen europäischen Zusammenhalt zu stärken.

Die Projektschritte sind

  1. Potentiale identifizieren
    In den Kommunen bemühen sich viele Akteure darum, die Mobilität und Migration von Bürger:innen zu gestalten. Sie fördern den Austausch, fangen Probleme auf und lösen Konflikte. Das Projekt untersucht dies in der deutschen Fallstadt Halle (Saale). Daraus wird abgeleitet, wie der europäische Zusammenhalt lokal gefördert werden kann.

  2. Bedingungen verstehen
    Lokale Institutionen müssen mit Akteuren auf höheren Ebenen kooperieren und Politiken umzusetzen. Das Projekt untersucht Institutionenkonstellationen, Ressourcen und Abhängigkeiten im Mehr-Ebenen-System. So können die Bedingungen von Erfolg und Scheitern für die gelingende Zusammenarbeit identifiziert werden.

  3. Verbesserungsmöglichkeiten erarbeiten
    In einer mehrstufigen Workshopreihe diskutieren Vertreter:innen aus Praxis, Verwaltung und Politik der verschiedenen Ebenen, wo Fallstricke ihrer Arbeit liegen. Gemeinsam sollen  Verbesserungsmöglichkeiten für die Governance eines europäischen Zusammenhalts entwickelt werden.  

Expertisen aus den EU-Staaten Rumänien und Italien ergänzen die Diskussionen im Projekt um ihre Sichtweisen: Aus Rumänien wandern viele Bürger:innen zumindest zeitweise ab. In Italien findet sowohl Zu- als auch Abwanderung statt. In beiden Ländern sind die lokalen Institutionen wesentlich prekärer aufgestellt als in Deutschland und die Mobilität und Migration stellt diese vor neue Herausforderungen. Hier werden analog zur deutschen Fallstadt Halle (Saale) mit Cluj-Napoca (Rumänien) und Milano oder Bologna (Italien) Großstädte der zweiten Reihe untersucht.
Diese ergänzenden Fallstudien dienen auch der Identifikation von europäischen Herausforderungen in der Mehr-Ebenen-Kooperation. Die gewonnenen Empfehlungen werden in Form eines White Papers aus dem Projekt heraus veröffentlicht und einer breiten (institutionellen) Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Das Projekt wird von Katharina Kullmann und Jenny Kunhardt wissenschaftlich bearbeitet und koordiniert. Die Projektleitung hat Prof. Katrin Großmann. Praxispartner sind EUROPE Direct Informationszentrum Sachsen-Anhalt, GOEUROPE! Europäische Jugend Kompetenz Zentrum Sachsen-Anhalt, AWO SPI Soziale Stadt und Land Entwicklungsgesellschaft und das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt.

Laufzeit: 04.2021 – 03.2024

Drittmittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektträger: DLR Projektträger (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.)

Förderkennzeichen: 01UG2118




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