Fachhochschule Erfurt – Architektur

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Fachrichtung Stadt- und Raumplanung

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SuRban e. V. - Preis für herausragende Abschlussarbeiten

Der SuRban-Preis für herausragende Abschlussarbeiten wird vergeben, wenn dem Vorstand Abschlussarbeiten vorgeschlagen werden, die inhaltlich herausragend sind, gleichsam wissenschaftlichen Ansprüchen genügen und von hoher praktischer Relevanz für die Stadt- und Raumplanung sind. Diese bewusst sehr offen formulierten Kriterien werden dem Umstand gerecht, dass das Themenspektrum in der Regel sehr breit gefächert ist.

Preisverleihung 2014

Im Oktober 2014 hat der Vorstand von SuRban zwei Arbeiten prämiert, die diesen Kriterien vollumfänglich entsprechen. Die Verfasser wurden durch eine Urkunde, einen Geldpreis sowie durch eine Würdigung im Rahmen der Absolventenfeier der Fachrichtung Stadt- und Raumplanung prämiert.

Wir haben Herrn Felix Scharbert, Bachelorabsolvent der Stadt- und Raumplanung, zu seiner herausragenden Bachelorarbeit mit dem Titel: „Die Bedeutung des Instrumentes der vorbereitenden Untersuchungen im Kontext des besonderen Städtebaurechts“ gratuliert. Herr Scharbert hat sich einem Thema gewidmet, zu dem nicht jeder Studierende sofort einen Zugang findet, das jedoch aus dem besonderen Städtebaurecht nicht wegzudenken ist. Ausgehend von der Hypothese, dass die Vorbereitende Untersuchung mit ihren Eigenschaften nicht nur für die Analyse aktuell bestehender Problemkonstellationen dienen, sondern auch auf veränderte Anforderungen in der Zukunft zugeschnitten werden kann, widmet sich Herr Scharbert einer differenzierten Analyse und Bewertung des Instrumentes der VU mit seinen Anforderungen. Dabei werden die unterschiedlichen Zielsetzungen der beiden klassischen Anwendungsfelder der städtebaulichen Sanierungs- und der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme, die als rechtliches Instrumentarium die Städtebauförderung flankieren und diese in den alten Bundesländern bis 1990 geprägt haben, zunächst gegenübergestellt. Mit der Darstellung der Bedeutung des Instrumentes für die übrigen Programme der Städtebauförderung werden außerdem Querverbindungen über das Thema der Arbeit hinaus hergestellt. Auch der weitere Aufbau der Arbeit ist sehr überzeugend gestaltet: Die Analyse zweier Fallbeispiele mündet in die Formulierung künftiger Anforderungen für VU, die auf Grundlage einer kritischen Reflektion angemessen hergeleitet werden; dies gilt insbesondere für das Verhältnis der Fallbeispiele zu den zuvor extrahierten Anforderungen und deren Projektion auf künftige Handlungsfelder. Das Spektrum der in der Arbeit behandelten Themen reicht damit vom besonderen Städtebaurecht über die Entwicklung und Bedeutung der Städtebauförderung bis hin zu den Anforderungen der integrierten Planung und den hier verstärkt geforderten kooperativen Planungsmethoden. Dieser zugegebenermaßen komplexe und im Ergebnis überzeugend durchgeführte Untersuchungsansatz ist herausragend. Gleichwohl möchten wir andere Studierende ermutigen, sich in dieser Tiefe und gleichzeitiger Praxisnähe – die die Ausbildung an der FH Erfurt charakterisiert - mit planungsrechtlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen.

Gleichsam haben wir Frau Theresa Hufeld, M. Sc. zu ihrer Masterarbeit gratuliert. Frau Hufeld stellte ihre Masterarbeit unter das Thema „Stadtplanerische Instrumente zur Erhöhung der Sicherheit im öffentlichen Raum? Praktische Analyse und Konzeption im Kontext theoretischer Bezüge am Fallbeispiel Moskauer Platz in Erfurt.“ Ihre Arbeit besticht durch Originalität, durch ausgesprochene Praxisrelevanz und durch ihre Wissenschaftlichkeit. Die Master-Arbeit von Frau Theresa Hufeld greift ein hoch aktuelles Thema auf, das für viele städtische Räume – vor allem die sogenannten Angsträume - von großer Bedeutung ist, jedoch aus stadtplanerischer Sicht häufig vernachlässigt wird. Die Struktur der Arbeit folgt dem zentralen Anliegen, stadtplanerische Maßnahmen -mit dem Schwerpunkt Städtebau unter Berücksichtigung sozialstruktureller Missstände -, die zur Kriminalprävention beitragen, vor dem Hintergrund sowohl bestehender Theorieansätze als auch praktischer Wissensstände am Fallbeispiel des Moskauer Platzes in Erfurt aufzuzeigen. Nicht nur für die Praxispartner aus der Erfurter Verwaltung, Wohnungswirtschaft und Bürgerschaft hat die Arbeit durch Maßnahmenvorschläge einen sehr hohen praktischen Erkenntnisgewinn, sondern auch weitere Städte und Akteure können aus dem sehr anschaulich und differenziert dargelegten Fallbeispiel und den formulierten wesentlichen Handlungsempfehlungen viel lernen. Zudem ist es Frau Hufeld sehr gut gelungen, mit einer anschaulichen Fotodokumentation die Vorstellungskraft der relevanten räumlichen Situationen zu unterstreichen. Die Erhöhung der Sicherheit öffentlicher Räume stellt einen wesentlichen Beitrag für eine Verbesserung der Lebensqualität in unseren Städten dar. Wir sind gleichsam der Ansicht, dass Sicherheit nicht permanente Überwachung bedeuten darf. Umso wichtiger ist es, mit stadtplanerischen Instrumenten Sicherheit zu erhöhen und Situation und Orte der Unsicherheit gar nicht erst entstehen zu lassen.

Beide Arbeiten können im Sekretariat der Fachrichtung Stadt- und Raumplanung (Frau Kerstin Roth) zu den Sprechzeiten eingesehen werden.

 

 


Kontakt:

SuRban - Verein zur Förderung der Fachrichtung Stadt- und Raumplanung der FH Erfurt e.V.
c/o FH Erfurt
Schlüterstraße 1
99089 Erfurt

E-Mail: surban@n o - s p a m .fh-erfurt.de

Vereinsregister Amtsgericht Erfurt
Register Nr. 162785

 

 


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