Fachhochschule Erfurt – Fachrichtung Bauingenieurwesen

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Fachhochschule Erfurt - Studienrichtung Bauingenieurwesen

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Berlin Exkursion des 5. Semesters Bauingenieurwesen

Vom 17. bis 21. Oktober fand die alljährliche Exkursion der Studierenden des 5. Semesters Bauingenieurwesen der FH Erfurt statt. 30 Studierende und die Professoren Wiedemann und Arndt machten sich dieses Jahr auf in die Deutsche Hauptstadt, ihre Umgebung und zurück, um moderne und historische Ingenieurbaukunst und Architektur zu erleben.
Nach der gemeinsamen Bahnfahrt nach Berlin und dem Einchecken in das Cirkus Hostel Berlin – dass zur Begeisterung einiger Studierender über eine eigene Brauerei verfügt – begann das Programm am Montag mit einem Spaziergang zur Ingenieurbaukunst des Berliner Regierungsviertels unter fachkundiger Führung von Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle von der Hafencity Hamburg (vormals arbeitete sie u. A. mit Mike Schlaich an der TU Berlin und unter Jörg Schlaich an der Universität Stuttgart bei dem Sie auch promovierte) statt. Die lebhafte und abwechslungsreiche Führung begann zunächst an der eleganten und preisgekrönten Strassenbahnhaltestelle am Hauptbanhof von Mike Schlaich (SBP)und dem Berliner Hauptbahnhof selbst von den Architekten von Gerkan, Marg & Partner und den Ingenieuren von schlaich bergermann und partner (SBP). Der Spaziergang, begleitet wie alle Besuchsobjekte durch Kurzvorträge von extra vorbereiteten Studierenden, führte dann an der Spree entlang zur Kronprinzenbrücke von Santiago Calatrava und den Ingenieuren von PSP zum Reichstag mit der Kuppel von Sir Norman Foster und den Ingenieuren von LAP. Weitere Höhepunkte der Exkursion waren die DZ Bank am Pariser Platz mit dem wunderbar-überraschenden Innendach von Frank Gehry und Jörg Schlaich, das Holocaust Memorial von Peter Eisenmann und der Potsdamer Platz von Renzo Piano, Christoph Kohlbecker u. A.  mit dem Sony Center von Helmut Jahn und Hochtief. Abschluss des ersten Exkursionstages war die im Umbau befindliche Neue Nationalgalerie, ein architektonisches Meisterwerk von Mies van der Rohe.

Spaziergang mit Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle zur Ingenieurbaukunst im Regierugsviertel Berlin, im Hintergrund die Kronprinzenbrücke von Santaiago Calatrava und PSP über die Spree; Foto R. Arndt, FH Erfurt

Der zweite Exkursionstag begann historisch mit der Gedenkstätte an der Berliner Mauer und der Kapelle der Versöhnung an der Bernauer Strasse, einem moderne Lehmbau von den Architekten Peter Sassenroth und Rudolf Reitermann sowie dem Ingenieur Martin Rauch. Es folgte ein Besuch des Technologie- und Innovationsparkes Berlin (TIB), dem denkmalgeschützte Gebäudekomplex der ehemaligen AEG-Fabrik im Weddinger Humoldthain und jetzt Heimat von Firmen und Forschungs- und Lehranstalten wie IZM Fraunhofer und Instituten der TU Berlin (TUB). Eigentliches Ziel war die Peter Behrenshalle mit dem Institut für Entwerfen und Konstruieren – Masivbau von Prof. Mike Schlaich der TU Berlin sowie dem Aninstitut und Prüflabor von KIWA Berlin. Geführt wurden die Gäste durch die von dem berühmten Architekten und Künstler Peter Behrens entworfene nach ihm benannte Peter Behren Halle durch Dipl.-Ing. Wilfried Walkowiak von der TUB und Dipl.-Ing. Carsten Rieck dem Niederlassungsleiter von KIWA Berlin. Peter Beherns war unter anderem Lehrmeister von späteren Berühmtheiten wie Walther Gropius und Mies van der Rohe. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der TIB und einem Abstecher über den Flakturm im Humboldthain fand der Tag seinen erneut historischen und für viele lehrreichen und unterhaltsamen Abschluss im Berliner Untergrund mit einer Führung zu den Berliner Mauerdurchbrüchen und Fluchttunneln durch die Berliner Unterwelten.

Studierende des Bauingenieurwesens der FH Erfurt auf der Spannbandbrücke des Institutes Entwerfen und Konstruuierens – Masivbau der TU Berlin in der Peter Behrens Halle, Foto R. Arndt, FH Erfurt
„Team U-Bahn“ auf der U-Bahn Baustelle Rathaus Berlin vor dem „Roten Rathaus“; Foto R. Arndt, FH Erfurt

Der Mittwoch führte die Exkursionsteilnehmer zunächst in die Prüfhallen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) nach Dahlem. Dort konnten Verfahren der zerstörungsfreien Prüfung wie LIBS (Laser-Breakdown-Spectroscopy) sowie der klassischen zerstörenden Prüfung erfahren werden. Das Mittagessen wurde eingenommen in der wirklich grossen FU Mensa in Dahlem. Hier teilte sich die Gruppe: „Team U-Bahn“ besichtigtige die Untergrundbahnbaustelle „Rathaus Berlin“ des Erweiterungsbaues der sogenannten Kanzlerbahn direkt am Roten Rathaus, Sitz des Regierenden Bürgermeisters von Berlin. „Team Museum“ besichtigtigte Umbaumassnahmen im Alten Museum Berlin von dem Baumeister der preussischen Könige und deutschen Kaiser: Karl-Friedrich Schinkel. Abgerundet wurde der Besuch des alten Berliner Zentrums mit einem Besuch der Baustelle des vieldiskutieren und umstrittenen Humboldforums Berlin.

Mit Herrn Kluge vorm Alten Schiffshebewerk Niederfinow, Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst; Foto R. Arndt, FH Erfurt

Nach Meinung einiger Teilnehmer bildete der Tagesesausflug mit dem Bus nach Niederfinow mit der Besichtigung des Alten und des im Bau befindlichen Neuen Schiffshebewerkes den Höhepunkt der gesamten Ekursion. Das vom Oberregierungsbaurat Alfred Loebell erbaute und 1934 fertig gestellte Alte Schiffshebewerk Niederfinow war zu seiner Zeit eines der grössten in der und ist zur Zeit das älteste noch in Betrieb befindliche Schiffshebewerk der Welt. Es wurde 2007 von der Bundesingenieurkammer als „Historisches Wahrzeichen der Industriebaukunst in Deutschland“ ausgezeichnet. Nach Busfahrt und anschaulichem Vortrag von Herrn Kluge, einem langjährigen Mitarbeiter des Schiffshebewerkes, konnte das Schiffshebewerk selber für einen kleinen Obulus betreten werden. Vom Alten Schiffshebwerk aus konnte man nicht nur die historische Stahlkunstruktion sowie die alte Technik im Betrieb bestaunen sondern auch die Aussicht auf die Brandenburger Landschaft und den Rohbau des in direkter Nachbarschaft befindlichen Neuen Schiffshebewerkes. Es folgten eine Pause mit Mittagessen in der beschaulichen Gaststätte Schiffshebewerk mit Königsberger Klopsen und Salat und ein Treffen mit Herrn Huth vom Wasserstrassenbundesamt im Infozentrum der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Niederfinow. Mit Herrn Huth ging es dann zum, in und auf den Stahlbetonneubau. Die vielen Informationen und Eindrücke konnten dann auf der Rückfahrt nach Berlin verarbeitet werden. Den Abschluss des vierten Tages bildete der gemeinsame gesellige Abend im typischen Berliner Brauhaus Rixdorf in Neukölln.

Abschlussbild mit Herrn Kluge vorm Alten Schiffshebewerk Niederfinow; Foto R. Arndt, FH Erfurt

Die Rückfahrt nach Berlin erfolgte am Freitag erneut mit dem Bus und einem „Boxenstopp“ und krönenden Abschluss der Exkursion im Bauhaus und den Meisterhäusern in Dessau.

Text & Foto

Prof. Dr.-Ing. Ralf W. Arndt
BKR, FH Erfurt


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