Fachhochschule Erfurt – Fachrichtung Bauingenieurwesen

Startseite FHE

Seitennavigation

Springen Sie direkt zu einem der folgenden Seitenbereiche:


Auswahl Sprache, Layout und Schriftgröße


Fachhochschule Erfurt - Studienrichtung Bauingenieurwesen

Hauptnavigation


Projektbeschreibung

Entwicklung einheitlicher Richtlinien für den Entwurf, den Bau, die Überwachung und Prüfung geschützter Holzbrücken

Natürlich, ökologisch, dauerhaft – die neue Generation der Holzbrücken

Holz zählt zu den ältesten Baustoffen der Menschheitsgeschichte. Jahrhunderte alte Holzbrücken dokumentieren die Schönheit und das Potential des natürlichen Baustoffes und zeugen von regionaler Wertschöpfung. Im Zuge der industriellen Revolution verdrängten im vergangenen Jahrhundert Beton und Stahl den Baustoff Holz. Zu Unrecht, wenn man die Vorteile des natürlichen Baustoffes betrachtet! Deutschland verfügt über die größten Holzvorräte in Europa. Mit nachhaltiger Waldbewirtschaftung steht Holz als einziger nachwachsender Rohstoff auch künftig in ausreichenden Mengen als Baustoff zur Verfügung.
Durch die aktuelle Nachhaltigkeitsdebatte erfährt das Bauen mit Holz eine neue öffentliche Wertschätzung. Holz als Baumaterial für Brücken zu verwenden, ist eine Frage der Überzeugung, aber auch der Verantwortung. Damit Holzbrücken eine lange Lebensdauer erreichen, müssen sie konstruktiv gut geschützt, richtig geplant und sorgfältig ausgeführt werden. Dafür sind Regelwerke notwendig, die den aktuellen Stand der Wissenschaft und Technik abbilden. Für Brücken aus Beton und Stahl stehen in Deutschland umfangreiche technische Richtlinien zur Verfügung, für Holzbrücken fehlt Vergleichbares. Ein Verzicht auf Regelungen eröffnet einerseits kreative Gestaltungsspielräume. Andererseits ist die Gefahr gravierender Planungs- und Ausführungsfehler groß. Ohne einheitliche Richtlinien müssen standardisierbare Details und Lösungen für jedes Projekt neu entwickelt werden. Ingenieurbüros und Baufirmen können durch den erhöhten Aufwand keine wirtschaftlichen Ergebnisse erzielen.
Aufgrund fehlender Richtlinien besteht derzeit ein erheblicher Wettbewerbsnachteil für das Bauen von Brücken mit dem nachhaltigen Baustoff Holz. Das Team um Antje Simon will mit seiner Forschung diesen Wettbewerbsnachteil aufheben. Die Forscher werden ein Kompendium technischer Richtlinien erarbeiten, welches die für den Entwurf und die Baudurchführung geschützter Holzbrücken sowie die Erhaltung von Holzbrücken notwendigen Regelungen enthält. Auf der Basis von Holzfeuchtemonitorings an ausgewählten Brücken wollen sie Erkenntnisse über die Holzfeuchteentwicklung und die Dauerhaftigkeit dieser Bauwerke ableiten. Die Richtlinien werden sich an die für die anderen Baustoffe anerkannten und eingeführten Regelwerke anlehnen, um die Anwendung in der Praxis zu erleichtern.
Das Projekt führen die Forscher der FH Erfurt gemeinsam mit Ingenieurbüros und Holzbaufirmen sowie unter fachlicher Begleitung durch die Qualitätsgemeinschaft Holzbrückenbau durch. Die Projektbeteiligten erwarten eine spürbare Erhöhung des Marktanteils für Holzbrücken. Ästhetische, gut geschützte und dauerhafte Holzbrücken sollen in den kommenden Jahren verstärkt das Landschaftsbild prägen.

Links:

ProTimB
Projektbeschreibung
Projektergebnisse
Publikationen

Team:

Projektleitung:

Prof. Dr.-Ing. Antje Simon
Prof. Dr.-Ing. Ralf W. Arndt

Mitarbeiter:

Dipl.-Ing. Markus Jahreis
Johannes Koch, M.Eng.


© 2007-2015

www.fh-erfurt.de/bau/index.php?id=919

 

OK

Hinweis zum Datenschutz
Diese Website verwendet Cookies und die Analysesoftware Google Analytics.
Weitere Informationen zu den gespeicherten Daten und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung