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Weltoffene Hochschulen gegen Fremdenfeindlichkeit

Thüringer Hochschulen erfolgreich in Gründerprogrammen des Bundes

04.12.2019

Von: Stephan Krauß (TMWWDG)

Insgesamt acht Millionen Euro aus EXIST- und StartUpLab-Programm / Tiefensee: Hochschulen zu "Gründerhochschulen" weiterentwickeln - Technologietransfer dritte Säule neben Forschung und Lehre

Die Gründeraktivitäten der Thüringer Hochschulen werden verstärkt: Im Förderwettbewerb "EXIST Potentiale" des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) haben in dieser Woche vier Universitäten aus dem Freistaat - die Universität Erfurt, die Bauhaus-Universität Weimar, die TU Ilmenau und die Friedrich-Schiller-Universität Jena - eine Förderzusage erhalten. Sie werden in den kommenden Jahren mit insgesamt knapp 5 Millionen Euro beim Auf- und Ausbau ihrer hochschuleigenen Gründernetzwerke unterstützt. Zugleich fiel aktuell auch die Auswahlentscheidung des Bundesforschungsministeriums (BMBF) im Programm "StartUpLab@FH". Hier waren die Fachhochschulen in Jena und Nordhausen erfolgreich. Sie können rund 3 Millionen Euro zur Einrichtung von "StartUpLabs" als erster Anlaufstelle und kreativem Raum für die Vorbereitung einer Unternehmensgründung rechnen.

"Der schnelle Transfer von Forschungsergebnissen in konkrete Produkte und Dienstleistungen ist neben Forschung und Lehre die dritte wichtige Aufgabe der Hochschulen. Das Land hat die Hochschulen auf diesem Weg intensiv unterstützt. Mit den Erfolgen in den Bundeswettbewerben zahlen sich die gemeinsamen Anstrengungen jetzt aus", begrüßte Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee die beiden Förderentscheidungen des Bundes. Gerade aus den Hochschulen kämen innovative und technologieintensive Gründungsprojekte, die hohe wirtschaftliche Erfolgs- und Wachstumschancen hätten.

Deshalb lege das Land mit seiner Gründerpolitik ein besonderes Augenmerk auf solche Vorhaben - mit Erfolg: So ist Thüringen laut "Innovationsatlas" des Instituts für Wirtschaftsforschung Köln die Hochburg für technologieorientierte Unternehmensgründungen bundesweit: Auf 10.000 Unternehmen kommen hier 42 Neugründungen in innovativen Branchen - Platz 1 vor Baden-Württemberg und Sachsen. "Ein wesentliches Ziel der Wirtschafts- und Wissenschaftspolitik in dieser Legislaturperiode muss es deshalb sein, diese gute Position weiter auszubauen", so der Minister. "Das geht vor allem über die Weiterentwicklung der Hochschulen zu echten Gründerhochschulen, die den Wissenstransfer weiter verstärken."

Ziel von des BMWi-Programms EXIST Potentiale ist die Schaffung einer positiven Gründerkultur an den Hochschulen - u.a. durch die Einrichtung von Anlaufstellen für Gründungsinteressierte, die Schaffung von Aus- und Weiterbildungsangeboten für potentielle Gründerinnen und Gründer, die Vernetzung der Gründungsakteure in der Region und nicht zuletzt die Verankerung des Themas "Existenzgründung" in den Lehrplänen der naturwissenschaftlich-technischen Fachbereiche. Insgesamt hatten sich bundesweit rund 220 Hochschulen mit ihren Konzepten um die Förderung beworben, 142 Hochschulen waren letztlich erfolgreich. Das BMWi stellt bis einschließlich 2023 insgesamt 150 Millionen Euro für diesen Zweck zur Verfügung.

Über das BMBF-Programm StartUpLab@FH wird die Einrichtung und der Betrieb von Kreativumgebungen (Labors, Werkstätten etc.) - den sog. "StartUpLabs" - zum Testen und Validieren innovativer Ideen und Anwendungen an den Fachhochschulen gefördert. Die Fachhochschule stellt dabei die Räume, Ressourcen und Ausstattungen zur Verfügung und unterstützt Studierende, Mitarbeiter und Lehrende durch Beratung, Coaching und Wissensvermittlung bei der Umsetzung ihrer Gründungsprojekte. Die Projektlaufzeit beträgt auch in diesem Programm vier Jahre, die StartUpLabs sollen durch die Hochschule danach dauerhaft betrieben werden. Bundesweit erhalten 16 Fachhochschulen insgesamt knapp 25 Millionen Euro über diese Förderlinie.

(Pressemitteilung aus dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, Stephan Krauß, 04.12.2019)

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