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Weltoffene Hochschulen gegen Fremdenfeindlichkeit

Professur für Raumentwicklung

30.07.2020

Die Fachhochschule Erfurt ist eine familiäre, moderne und praxisorientierte Campus-Hochschule mit einer stark ausgeprägten fachlichen Vielfalt. In der Fakultät für Architektur und Stadtplanung ist zum Wintersemester 2021/22 die

Professur für Raumentwicklung

zu besetzen.

Besoldungsgruppe W 2, Kennziffer A25

Gesucht wird eine wissenschaftlich ausgewiesene Persönlichkeit aus dem Bereich der räumlichen Planung oder den Raum- bzw. Sozialwissenschaften, die über profunde Kenntnisse in den Fachgebieten der überörtlichen Planung sowie der Regional- und Strukturpolitik verfügt und die entsprechenden Themen in der Fachrichtung Stadt- und Raumplanung in Lehre und Forschung vertritt.

Im Mittelpunkt des Fachgebietes steht die praktische und theoretische Auseinandersetzung mit überörtlich relevanten Fragestellungen der nachhaltigen Raumentwicklung für urbane und ländliche Kontexte von der regionalen bis zur europäischen Ebene.

Es werden Forschungs- und/oder Praxiserfahrung im Bereich der Regional- und Landesplanung oder Regionalentwicklung vorausgesetzt. Darüber hinaus soll für mindestens zwei der nachfolgend genannten Aufgabenfelder Forschungs- und/oder Praxiserfahrung nachgewiesen werden:

Regionalmanagement, grenzüberschreitende/internationale Raumentwicklung, Infrastrukturplanung, Daseinsvorsorge, digitale Raumentwicklung, geographischen Informationssysteme, empirische Sozialforschung, Förderprogrammatik (EU, Bund, Länder).

Das Lehrgebiet umfasst einerseits Vorlesungen und Seminare in den Fächern Raumordnung und Regionalentwicklung im Bachelor-, sowie Ländliche Entwicklungsplanung und Regionalmanagement im Master-Studiengang Stadt- und Raumplanung. Andererseits gehört die Durchführung von stadt- und regionalplanerischen Studienprojekten mit überörtlichem Bezug in enger Kooperation mit den anderen am Projektstudium beteiligten Lehrenden sowie die Betreuung von Abschlussarbeiten zu den Lehraufgaben des Fachgebietes.

Lehrerfahrung und didaktische Konzepte zur zeitgemäßen Vermittlung der Lehre werden vorausgesetzt.

Internationale Vernetzung, transdisziplinäre Kontakte, Erfahrungen bei der Einwerbung und Bearbeitung von Drittmittelprojekten sowie die Fähigkeit, Lehrveranstaltungen auf Bachelor- und Master-Niveau in englischer Sprache zu halten sind erwünscht.

Die Bereitschaft zur interdisziplinären Kooperation mit anderen Fakultäten und Fachgebieten der Fachhochschule Erfurt sowie die aktive Beteiligung an den Aufgaben der Selbstverwaltung wird vorausgesetzt. Darüber hinaus wird von der*m zukünftigen Stelleninhaber*in Kooperationsbereitschaft, Teamfähigkeit und hohes Engagement bei der Weiterentwicklung der erfolgreichen Fachrichtung Stadt- und Raumplanung in Lehre und Forschung erwartet.

Über die Stellenbeschreibung hinaus sind die Aufgaben in § 83 ThürHG festgelegt. Insbesondere wird die Mitarbeit in den Hochschulgremien, bei der Weiterentwicklung der Lehre und bei der Pflege internationaler Kontakte erwartet. Die allgemeinen Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus § 84 ThürHG.

Allgemeine Regelungen für Professoren

Einstellungsvoraussetzungen gemäß § 84 Abs. 1 Thüringer Hochschulgesetz

Einstellungsvoraussetzungen für Professoren sind neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen mindestens

  1. ein abgeschlossenes Hochschulstudium,
  2. pädagogische Eignung,
  3. besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch eine qualifizierte Promotion nachgewiesen wird, oder besondere Befähigung zu künstlerischer Arbeit und
  4. darüber hinaus je nach den Anforderungen der Stelle

        a) zusätzliche wissenschaftliche oder zusätzliche künstlerische Leistungen oder
        b) besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung
            wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in einer mindestens
            fünfjährigen beruflichen Praxis, von der mindestens drei Jahre außerhalb des
            Hochschulbereichs ausgeübt worden sein müssen.

Aufgaben nach § 83 Thüringer Hochschulgesetz


(1) Die Professoren nehmen die ihrer Hochschule jeweils obliegenden Aufgaben in Wissenschaft und Kunst, Forschung und Lehre sowie Weiterbildung selbständig wahr; im Bereich der Hochschulmedizin nehmen sie auch Aufgaben der Krankenversorgung wahr. Die Professoren sind zu einer inhaltlich und didaktisch qualitätsgerechten Lehre auf der Grundlage der zur Sicherung des Lehrangebots gefassten Beschlüsse der Hochschulorgane verpflichtet. Sie haben Lehrveranstaltungen ihrer Fächer in allen Studiengängen und in der Weiterbildung im Rahmen der für ihr Dienstverhältnis geltenden Regelungen abzuhalten und Lehrveranstaltungen zu übernehmen, die ihrem Berufungsgebiet verwandt sind. In der Vorlesungszeit haben die Lehrverpflichtungen grundsätzlich Vorrang vor anderen dienstlichen Aufgaben. In den Lehrveranstaltungen können Professoren sich nur aus zwingenden Gründen vertreten lassen; die Vertretung bedarf der Genehmigung des Dekans.

(2) Zu den Aufgaben der Professoren gehören auch

  1. Aufgaben im Rahmen des Wissens- und Technologietransfers,
  2. die Übernahme von Forschungsprojekten oder künstlerischen Vorhaben der Hochschule oder die Mitwirkung an diesen,
  3. die Mitwirkung an der Verwaltung der Hochschule einschließlich der Selbstverwaltung,
  4. die Mitwirkung an der Abnahme von Prüfungen einschließlich staatlicher und kirchlicher Prüfungen,
  5. die Förderung der Studierenden durch Beteiligung an Tutorenprogrammen, Mentorenprogrammen und an der Studienberatung,
  6. die Teilnahme an Promotions-, Habilitations- und Berufungsverfahren,
  7. die Förderung der fachlichen und didaktischen Qualifizierung der ihnen zugeordneten Mitarbeiter,
  8. die Betreuung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses,
  9. die Beteiligung an Aufgaben der Studienreform,
  10. die Erstattung von dienstlich veranlassten Gutachten in ihren Fächern einschließlich der hierfür erforderlichen Untersuchungen ohne besondere Vergütung; hierunter sind insbesondere Gutachten gegenüber der eigenen Hochschule sowie Gutachten in Berufungsverfahren zu verstehen,
  11. die Übernahme von Lehrveranstaltungen an anderen Hochschulen des Landes und
  12. die Mitwirkung an Eignungsfeststellungs- und Auswahlverfahren beim Hochschulzugang und bei der Zulassung von Studienbewerbern.

(3) Bei der Festlegung des Umfangs der Lehrverpflichtung muss jedem Professor die Zeit belassen werden, die für seine übrigen Dienstaufgaben, insbesondere für wissenschaftliche oder künstlerische Arbeiten, erforderlich ist.

(4) Auf Antrag des Hochschullehrers kann der Präsident die Wahrnehmung von Aufgaben in Einrichtungen der überregionalen Wissenschaftsförderung, die überwiegend aus staatlichen Mitteln finanziert werden, zur dienstlichen Aufgabe erklären, wenn dies mit der Erfüllung der übrigen Aufgaben des Hochschullehrers vereinbar ist.

(5) Die nähere Ausgestaltung des Dienstverhältnisses ergibt sich aus den Absätzen 1 bis 4, der  Funktionsbeschreibung der Stelle sowie gegebenenfalls den Kooperationsverträgen zwischen Hochschulen oder Hochschulen und sonstigen Einrichtungen nach § 5 Abs. 10; sie wird in dem Einweisungserlass festgelegt. Die Festlegung steht unter dem Vorbehalt einer Überprüfung in angemessenen Abständen.

Dienstrechtliche Stellung von Professoren gemäß § 86 Thüringer Hochschulgesetz

(1) Professoren werden in der Regel zum Beamten auf Lebenszeit ernannt. Eine Ernennung auf Lebenszeit setzt voraus, dass aufgrund einer mindestens einjährigen vorherigen Tätigkeit in Wissenschaft, Kunst, Forschung oder Lehre eine Bewährung festgestellt wird; das Ministerium kann von dieser Voraussetzung Ausnahmen zulassen. Professoren können auch als Beamte auf Zeit oder als Angestellte befristet oder unbefristet beschäftigt werden. Ein Beamtenverhältnis auf Zeit oder eine befristete Beschäftigung kommt insbesondere bei der ersten Berufung in ein Professorenamt oder bei einer zeitlich befristeten Förderung der Professur in Betracht. Die Dauer des Beamtenverhältnisses auf Zeit oder des befristeten Angestelltenverhältnisses beträgt höchstens sechs Jahre; nach Ablauf einer befristeten Beschäftigung ist eine erneute befristete Beschäftigung als Professor nicht zulässig.

(2) Die Umwandlung eines Beamtenverhältnisses auf Zeit nach Absatz 1 Satz 3 in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit ist auf Antrag der zuständigen Selbstverwaltungseinheit der Hochschule ohne erneutes Berufungsverfahren möglich. Über den Antrag entscheidet der Präsident. Dem Antrag nach Satz 1 ist eine gutachterliche Stellungnahme zur fachlichen, pädagogischen und persönlichen Eignung des betroffenen Professors beizufügen. § 25 Abs. 6 Satz 1 (Sondervotum) sowie § 85 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 Satz 2 gelten entsprechend. Die Sätze 1 bis 4 gelten entsprechend im Fall der Umwandlung eines befristeten Angestelltenverhältnisses nach Absatz 1 Satz 3 in ein unbefristetes.

(3) Professoren im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit und im Beamtenverhältnis auf Zeit kann auf Antrag Teilzeitbeschäftigung bewilligt werden, insbesondere wenn dadurch die Verbindung zur Praxis aufrechterhalten oder wieder hergestellt werden soll und keine dienstlichen Belange entgegenstehen. Die Teilzeitbeschäftigung nach Satz 1 kann auch weniger als die Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit eines hauptamtlichen Professors betragen; in diesem Fall soll sie zwölf Jahre nicht überschreiten. Für eine Teilzeitbeschäftigung nach den Sätzen 1 und 2 finden § 51 Abs. 2 Satz 3 und 4 sowie § 61 Abs. 2 des Thüringer Beamtengesetzes (ThürBG) keine Anwendung, jedoch darf der Umfang einer oder mehrerer Nebentätigkeiten den Umfang der Teilzeitbeschäftigung nicht übersteigen und der Gesamtumfang der Beschäftigung im Beamtenverhältnis und in Nebentätigkeit darf bei einem teilzeitbeschäftigten Professor nicht höher sein als bei einem vollzeitbeschäftigten Professor.

(4) Für Professoren, die im Rahmen eines Berufungs- und Karrierekonzepts nach § 85 Abs. 1 Satz 4 Nr. 4 auf eine befristete Professur berufen wurden, kann das Beamtenverhältnis auf Antrag des Professors bei Betreuung eines oder mehrerer Kinder im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und Abs. 3 BEEG, das oder die zum Zeitpunkt des Antrags das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, um bis zu einem Jahr je betreutem Kind, insgesamt um höchstens zwei Jahre verlängert werden. Sofern während der Laufzeit einer solchen befristeten Professur im Ergebnis einer Evaluation keine Bewährung festgestellt wird, kann das Beamtenverhältnis mit Zustimmung des Professors um bis zu einem Jahr verlängert werden. Die Sätze 1 und 2 gelten für Professoren in einem befristeten Angestelltenverhältnis entsprechend.

Was wir Ihnen bieten:

  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie – Sie können Ihre Arbeitszeit weitgehend flexibel gestalten,
  • Zentral gelegener Campus in Erfurt, der Thüringer Landeshauptstadt, in der Sie sehr gute Wohn- und Freizeitbedingungen vorfinden,
  • Tatkräftige Unterstützung in Ihren Lehr- und Forschungsvorhaben durch die Fachhochschule Erfurt,

Die Stelle steht unbefristet zur Verfügung. Bei der ersten Berufung in ein Professorenamt erfolgt die Beschäftigung grundsätzlich auf Zeit, befristet für drei Jahre. Ausnahmen hiervon und das Verfahren zur Umwandlung des Beamtenverhältnisses auf Zeit in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit entnehmen Sie bitte § 86 Abs. 2 ThürHG.

Wir wünschen uns mehr Frauen in Lehre und Forschung an unserer Hochschule und freuen uns daher besonders über Bewerbungen von Interessentinnen. Menschen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Die Bewerbungsunterlagen sind in Kopie einzureichen. Nach Abschluss des Auswahlverfahrens werden die Unterlagen nicht berücksichtigter Bewerber*innen vernichtet. Bei gewünschter Rücksendung bitten wir um Beilage eines ausreichend frankierten Rückumschlages. Durch die Bewerbung entstehende Kosten werden nicht erstattet.

Die Bewerbung mit aussagefähigen Unterlagen in schriftlicher und elektronischer Form richten Sie bitte unter Angabe der Kennziffer A25 bis zum 15.09.2020 an den

Rektor der Fachhochschule Erfurt
Altonaer Straße 25
Postfach 45 01 55
99051 Erfurt

E-Mail: rektorat@no - spam.fh-erfurt.de
http://www.fh-erfurt.de

Wir verarbeiten die von Ihnen übermittelten personenbezogenen Daten nach § 27 ThürDSAnpUG-EU.

Kontakt

Rektor der Fachhochschule Erfurt

Altonaer Straße 25
Postfach 45 01 55
99051 Erfurt

Kennziffer: A25
Bewerbungfrist: 15.09.2020


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