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HeatResilientCity im Finale für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis – Jetzt abstimmen!

Pressemitteilung: 25.10.2021

Wie lassen sich dicht bebaute Stadtquartiere und die dort lebende Bevölkerung nachhaltig vor Sommerhitze schützen? Dieser Frage widmet sich das BMBF-Verbundforschungsprojekt HeatResilientCity (deutsch: hitzeangepasste Stadt), zu dem das ISP – Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation der FH Erfurt gehört. Nun ist das laufende praxisnahe Forschungsprojekt für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung 2022 als eines von drei Projekten nominiert und trägt bereits die Auszeichnung des Finalisten-Siegels. Ein Online-Voting entscheidet darüber, ob es den Sieger-Preis am 3. Dezember erhält.

Wir freuen uns über jede Stimme, auch Ihre/eure Stimme!

Voting unter: https://www.nachhaltigkeitspreis.de/wettbewerbe/forschung/finalisten-forschung-2021/


Foto: © Frank Fendler 2021

Lang anhaltende Hitzewellen wie in 2018 bis 2020 werden neben Starkregen in der Zukunft eine der großen Herausforderungen für die Stadtentwicklung sein. Was können Städte, die Wohnungswirtschaft, aber auch die Bevölkerung tun? Seit vier Jahren gehen im Projekt HeatResilientCity Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen zusammen mit den Landeshauptstädten Erfurt und Dresden dieser Frage nach. Für ihre innovativen Untersuchungen, die Einbindung der Bevölkerung vor Ort und die breite Umsetzung erster Maßnahmen wurde das Projekt von einer hochkarätigen Expertenjury (u.a. Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetags) für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung 2022 nominiert.

Gesucht wurden in diesem Jahr anwendungsnahe Projekte, die Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel präsentieren. Die drei Finalisten werden am 2., 3. und 4. November in der Sendung „nano“ auf 3sat vorgestellt. Das Publikum entscheidet per Online-Abstimmung, wer von ihnen den Deutschen Nachhaltigkeits-preis Forschung erhält. Bis zum 15. November kann abgestimmt werden: www.nachhaltigkeitspreis.de/wettbewerbe/forschung/

In ihrer Begründung zur Nominierung würdigt die Jury den Fokus auf die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner und insbesondere betroffener Gruppen, zum Beispiel älterer und kranker Menschen. Die Breite der Forschungsdisziplinen ebenso wie die Vielfalt der bisherigen Umsetzung in den Quartieren spiegele die Breite der Handlungsbedarfe wider und trage so zur Bewusstseinsbildung für das Thema bei. Die Verknüpfung von Messdaten mit Simulationen und die Ausrichtung auf die Temperaturwirkungen von Anpassungsmaßnahmen auf den Innenraum werden als besonders innovativ eingeschätzt.

Besonders wichtig ist dem Projektteam von HeatResilientCity der Austausch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern in den beiden untersuchten Stadtquartieren in Erfurt und Dresden. Vor allem Maßnahmen, die diese als sinnvoll erachten, werden im Projekt umgesetzt, um so die Akzeptanz für nötige Vorsorgemaßnahmen gegen Sommerhitze zu erhöhen. „Rund 800 Bewohner wirkten beispielsweise zur Hitzeanpassung am Leipziger Platz im letzten Jahr über eine Online-Beteiligung mit“, freut sich Professor Heidi Sinning vom Forschungsteam. Und es ist viel geschehen in den Quartieren: In Dresden-Gorbitz wurden drei Gebäude hitzeangepasst saniert. In der Erfurter Oststadt sorgen 50 neue klimaangepasste Bäume und Sträucher für mehr Schatten und Abkühlung in dem Gründerzeit-Quartier. Außerdem wurden Trinkwasserstationen eingerichtet, eine Blühwiese angelegt sowie Baumpatenschaften und Bewässerungsinitiativen gestartet. Konzepte und Vorschläge zur hitzeangepassten Umgestaltung der Kita Weltentdecker und des Leipziger Platzes liegen vor, die in den kommenden Jahren in die Umsetzung gelangen sollen. Bis Januar 2023 steht nun das Thema Weiterbildung im Mittelpunkt. Das Projektteam wird Beschäftigte von Verwaltungen, der Wohnungswirtschaft und des Gesundheitswesens zum Thema Hitzeanpassung schulen. Außerdem werden Werkzeuge und Entscheidungshilfen für die Stadt- und Freiraumplanung sowie das individuelle Handeln von Bürgerinnen und Bürgern, unter anderem ein Hitze-Handbuch, erarbeitet.

Kontakt an der Fachhochschule Erfurt
Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation (ISP) der Fachhochschule Erfurt
Professorin Dr.-Ing. Heidi Sinning (Projektleitung)
Telefon: 0173 2609051, E-Mail: sinning@fh-erfurt.de

Weitere Informationen unter:

ISP - Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation

Das ISP - Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation gibt es seit 2008. Es baut auf langjähriger Forschungserfahrung auf. Im ISP-Forschungsteam arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen. Die Leitung liegt in den Händen von Prof. Dr.-Ing. Heidi Sinning. Eine enge Zusammenarbeit besteht zwischen dem ISP und dem Studiengang Stadt- und Raumplanung (Bachelor und Master) der FH Erfurt.

Forschungsthemen des Instituts sind:
- Wohnen und Stadtentwicklung
- Integrierte Stadtteilentwicklung
- Nachhaltige Siedlungs- und Freiraumentwicklung
- Klimaschutz und Klimaanpassung
- Governance und kommunikative Planung


Das Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation (ISP) befasst sich im Schwerpunkt mit Wohnen und Stadtentwicklung, mit integrierten Planungs- und Entwicklungsaufgaben in Städten und Stadt-Regionen sowie mit kommunikativen Planungsprozessen. Inhalt sind sowohl konzeptionelle als auch planungstheoretische und -methodische Aspekte der Stadt- und stadtregionalen Entwicklung.

Dabei liegt das Leitbild der Nachhaltigkeit zu Grunde, das ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Aspekte generationenübergreifend in einem integrierten Aufgabenverständnis zusammenführt. Das ISP berücksichtigt Auswirkungen gesellschaftlicher Entwicklungen auf Planungsprozesse, aktuell z.B. Globalisierung, demographischer Wandel, Informationsgesellschaft, neue Steuerungsformen (Good Governance) und Verwaltungsmodernisierung (New Public Management). 

Aktuelle Veröffentlichungen

Migration und Teilhabe in städtischen Wohnquartieren

ISP-Schriftenreihe Band 17: HeatResilientCity - Bürgerbeteiligung zur hitzeresilienten Platzgestaltung

ISP-Schriftenreihe Band 16: HeatResilientCity - Bürgerbeteiligung zur hitzeresilienten Gestaltung von Haltestellen

ISP-Schriftenreihe Band 15: Perspektiven kommunaler Akteure auf Klimaanpassung an Hitze

Ausstellung

Eine Stadt kühlt runter - Ausstellung zur Anpassung an die Sommerhitze

HeatResilientCity - Hitzebelastung in Städten: Ergebnisbericht zur Befragung 2018 in Dresden

HeatResilientCity - Hitzebelastung in Städten: Ergebnisbericht zur Befragung 2018 in Erfurt

Der neue ISP-Newsletter berichtet über aktuelle Entwicklungen und den Stand der Forschungsarbeit des ISP

Neue Buchpublikation antwortet auf die Zukunftsfrage „Sharing-Ansätze für Wohnen im Quartier“

Artikel zum 10-jährigen Bestehen des ISP, Thüringer Allgemeine vom 07.07.2018

Wohnen Tauschen Teilen - Leitfaden zur erfolgreichen Umsetzung von Sharing in Wohnungsunternehmen

Rezension ImiWo-Publikation ISP-Schriftenreihe Band 6

Altersgerecht wohnen und leben im Quartier

Share Economy in der Wohnungswirtschaft: Trend für neue Impulse?

Artikel Süddeutsche Zeitung, 17.02.2017

Share Economy in der Wohnungswirtschaft

Ergebnisbericht zur Online-Befragung 2016

Allianz Thüringer Becken - Interkommunale Zukunftsstadt 2030+

ISP-Schriftenreihe, Band 7

Images innenstadtnaher Wohnquartiere

ISP-Schriftenreihe, Band 6

Wohnumfeldanpassungen zur Förderung einer altersgerechten Quartiersentwicklung

ISP-Schriftenreihe, Band 5


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