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DBU-Forschungsprojekt "Klimaschutz in Kommunen - Strategische Umsetzung des nachhaltigen Energiemanagements zur CO2-Minderung"


Projektbeschreibung
Das kommunale Nachhaltigkeitsmanagement gewinnt als ganzheitlicher Governance-Ansatz zunehmend an Bedeutung. Die Erkenntnisse aus dem IPCC-Bericht (UN-Klimarat) zu den Auswirkungen des globalen Klimawandels und das aktuelle Bekenntnis zur Notwendigkeit einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung im Rahmen der Leipzig Charta unterstreichen die Notwendigkeit zur CO2-Minderung auch auf kommunaler Ebene. Darüber hinaus werden in den letzten Jahren aufgrund eines veränderten Staatsverständnisses und knapper werdender finanzieller Ressourcen zunehmend öffentliche Aufgaben privatisiert.

Auch hieraus ergeben sich weitere Notwendigkeiten für zukunftsfähige Governance-Formen. Kommunales Nachhaltigkeitsmanagement im Sinne eines Ressourcen schonenden Ansatzes innerhalb von Verwaltungsgrenzen (Stadt oder Gemeinde) wird hier als ein zukunftsfähiges Instrument zur verbesserten und effizienten Steuerung von Verwaltungsabläufen, Projektentwicklung und -umsetzung sowie den dazugehörigen Abstimmungs- und Steuerungsprozessen zwischen öffentlichen und privaten Akteuren verstanden.

Außenwandintegrierte PV-Systeme an Neubauten (Quelle: Guido Spohr)
Bioenergiemesse in Alsfeld (Quelle: Stadt Alsfeld)


Ziel des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Vorhabens ist es, mittels des auf Kommunikation und Netzwerkbildung beruhenden Steuerungsansatzes Kommunen zu unterstützen, die CO2-Minderungsziele des Aktionsplanes der EU für Energieeffizienz zu erreichen und zu übertreffen. Mittels des Steuerungsansatzes sollen:

  • die technischen, planerischen und integrativen Maßnahmen im Energiebereich gebündelt,
  • der Einsatz und Ausbau von erneuerbaren Energieträgern sowie - die Realisierung von Energieeffizienz abgesichert,
  • die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduziert,
  • energetisch-nachhaltige Wirtschaftskreisläufe (tragfähige, regionale Netzwerke, Arbeitsplätze) angestoßen werden.

Dazu wird ein Handlungsleitfaden entwickelt und in drei Modellstädten erprobt. Die Modellstädte sind Darmstadt (Hessen, 130.000 Einwohner), Rheinberg (Nordrhein-Westfalen, 32.000 Einwohner) und Eisenach (Thüringen, 42.000 Einwohner).

Die Modellstädte zielen alle darauf hin, eine Umweltentlastung zu erreichen, die über die gesetzlichen Vorgaben oder die bisher übliche Praxis hinausgeht. Sie ziehen zu Beginn des Projektes eine Zwischenbilanz mittels einer CO2-Bilanzierung. In der Folge verpflichten sich die ausgewählten Städte Darmstadt und Eisenach, die eigenen Klimaschutzziele, basierend auf den Vorgaben des Klimabündnisses und seinen Maßgaben, um folgende Marken zu übertreffen:

Stadt Darmstadt: 40 Prozent Reduktion der CO2-Emissionen pro Einwohner/in bis 2020 (Basisjahr 2020). Darmstadt beabsichtigt über das Klimabündnis-Ziel hinaus eine zusätzliche Minderung von 30 Prozent bis zum Jahr 2050.
(Bild: Erste bundesweite Ökostrom-Straßenbahn in Darmstadt, Quelle: HEAG mobilo GmbH)

Stadt Rheinberg: Festschreibung eines Minderungsziels von 30% bis 2020 (gegenüber Basisjahr 1990). Dieses geht um 10 Prozent über den Vorgaben des EU-Aktionsplans hinaus.
(Bild: Stadthaus Rheinberg mit PV-Anlage, Quelle: Stadt Rheinberg)

Stadt Eisenach: Festschreibung eines Minderungsziels von 30% bis 2020 (Basisjahr 1990) und das damit um 10 Prozent über die Vorgaben des EU-Aktionsplans hinausgeht.
(Bild: PV-Anlage am Gebäude Nessemühle, Quelle: Stadt Eisenach)


Für das Projekt ist eine kooperative Zusammenarbeit, insbesondere mit der Wirtschaft (kleinen und mittleren Unternehmen - KMU), aber auch der Zivilgesellschaft, Grundvoraussetzung. Sie beschleunigt die erfolgreiche Umsetzung von Projekten zur CO2-Minderung durch den Einsatz energieeffizienter Maßnahmen und erneuerbarer Energien auf kommunaler Ebene.

Weiterhin nehmen fünf assoziierte Städte an dem Projekt teil. Dies sind Alsfeld, Bad Wildungen, und Viernheim (alle Hessen), Petershagen (Niedersachsen) und Halle (Sachsen-Anhalt). Sie partizipieren durch die Vernetzung und den damit verbundenen projektinternen Austausch mit den Modellkommunen.


Drittmittelgeber:
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Laufzeit: 02.2008 - 01.2011

Logo DBU

 

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Projektbearbeitung

ISP - Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation
der FH Erfurt:


Prof. Dr.-Ing. Heidi Sinning, Projektleitung
Dipl.-Ing. Christiane Steil

Tel.: 0361 6700-390
Fax: 0361 6700-373

Postanschrift:
Postfach 45 01 55
99051 Erfurt

Besucheranschrift:
Altonaer Straße 25
99085 Erfurt
Haus 12, Raum 12.1.02


in Kooperation mit:

Büro für zukunftsfähige Regionalentwicklung (bzr)
Dr.-Ing. Holger Kreft

Link zur projekteigenen Homepage:
www.klima-kommunen.de

Informationen und Downloads:
Kurzbeschreibung des Projekts (ca. 67 KB)
Handlungsleitfaden "Kommunales Klimaschutzmanagement"

Pressemitteilung zur bundesweiten Fachtagung
Pressemitteilung


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