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Eindrücke von Diplomanden aus China

Bereits mit 16 Jahren wagte ich den Schritt, für ein Jahr in die USA zu gehen. Bevor mich nun endgültig der Berufsalltag einholt, wollte ich im Ausland noch einige praktische Erfahrungen sammeln.

Erste Eindrücke von China bekam ich bereits im Sommer 2007 während einer Summer Study Tour. Dass ich jedoch hier meine Diplomarbeit schreibe, hätte ich vor einem Jahr nicht gedacht. Durch Zufall erfuhr ich, dass Bosch in Hangzhou ein Power Tool Werk hat. Kurzentschlossen bewarb ich mich und ehe ich mich versehen konnte, saß ich im Flugzeug nach China.

 

Oberflächlich betrachtet wusste ich, was mich erwartet. Es ist jedoch etwas total anderes, wenn man in einem fremden Land mit einer anderen Kultur für längere Zeit lebt. Es sind oft Kleinigkeiten, die mich im Alltag immer wieder zum Erstaunen bringen. Beispielsweise ist meiner Mitbewohnerin der Wohnungsschlüssel abgebrochen. So mussten wir einen Schlüsseldienst organisieren. Mit Hilfe des Landlords kam sogar jemand mit einem kleinen Köfferchen nach 45 min vorbei. Da es im Treppenhaus ziemlich dunkel war, halfen wir ihm die Taschenlampe zu halten. Jedoch wollte sich die Tür auch nach 45 min nicht öffnen lassen. Wir dachten, dass es an dem spärlichen Equipment lag und riefen erneut den Landlord an.  Dieser meinte dann nur, dass es für den Mann vom Schlüsseldienst kein Problem wäre die Tür zu öffnen, er müsste sich nur beruhigen. Wir verstanden überhaupt nicht, was er damit meinte. Langsam war unsere Geduld auch am Ende und der Arm wurde vom Taschenlampe halten schwer. Wir entschieden, uns gemütlich auf die Treppe zu setzen und ihn einfach machen zu lassen. Daraufhin dauerte es keine fünf Minuten und die Tür war auf. Komisch.... Später erfuhren wir, dass wir dem Mann vom Schlüsseldienst unter Druck gesetzt haben, indem wir die Lampe hielten. Deshalb war er nervös und konnte die Tür nicht öffnen.

Auch im Arbeitsleben gibt es fast jeden Tag neue Überraschungen. Für die Mitarbeiter gibt es von Bosch organisierte Busse. Da alle Busse morgens und abends um die selbe Zeit ankommen und abfahren, gleicht das immer einer Völkerwanderung. Mein Arbeitsplatz befindet sich in einem Großraumbüro mit ca. 50 (meist) chinesischen Angestellten. Da die Chinesen immer etwas lauter reden (auch wenn sie sich nicht streiten), komme ich mir manchmal vor wie in einem Hühnerstall.

Trotz der ca. 6 Mio. Einwohner ist Hangzhou ein sehr idyllisches Städtchen. Nach der Arbeit und auch am Wochenende bietet der West Lake und die darum liegenden Berge zahlreiche Möglichkeiten zum Erholen und Kraft tanken.


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