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Zwischenbericht 2009 - Teil II: Praktika in Shanghai & Peking

Nach Beendigung des Studiums in Hangzhou haben wir im Februar diesen Jahres (2009) ein Betriebspraktikum begonnen.

Neben zwei Studenten von uns, die in Hangzhou bei Siemens einen Platz gefunden haben, sind wir vier anderen für das Praktikum nach Shanghai sowie Peking gegangen.

Drei von uns sind mithilfe von Herrn Prof. Wagner in Shanghai bei ZF Sachs untergekommen.

 

 

 

Wir haben uns alle in Absprache mit den Unternehmen für eine fünfmonatige Praktikumsdauer entschieden und sind jeweils in unterschiedlichen Betrieben mit verschiedenen Joint Venture Partnern von ZF Sachs (SAS: Sachs Automotive Components & Systems Shanghai Co., Ltd.; SHS: Shanghai Sachs Huizhong Shock Absorber Co., Ltd.; SPS: Shanghai Sachs Powertrain Components Systems Co., Ltd.). Die Unternehmensgrößen belaufen sich auf ca. 200 (SAS) bis 800 (SPS) Mitarbeiter und sind im Westen wie auch im Süden Shanghais etwas außerhalb gelegen. So kommen zwei von uns täglich bei einer Fahrtzeit von einer guten Stunde pro Strecke mit der U-Bahn und einem kostenlosen Shuttlebus aus dem unmittelbaren Stadtzentrum zur Arbeit.

 

In allen Betrieben arbeiten nur eine Handvoll Deutsche, sodass man ausschließlich mit chinesischen Kollegen zu tun hat.

Daher ist die verwendete Sprache im Arbeitsalltag wie auch bei allen selbstangefertigten Arbeitsunterlagen sowie –dokumenten, selbstverständlich Englisch.

Manche Kollegen sprechen darüber hinaus auch Deutsch, jedoch aber nur sehr wenige. Die Arbeitszeiten sind im Großen und Ganzen in etwa gleich und betragen die üblichen ungefähr 8 1/2 Stunden am Tag.

 

 

 

 

 

 

Die Anfangs- und Endzeiten variieren auch nur leicht von 08.00-09.00 Uhr am Morgen und 16.30-17.30 Uhr am Abend.

Wochenendarbeit ist i.d.R. nicht vorgesehen. Unsere Tätigkeiten in den jeweiligen Betrieben liegen grob in den Qualitätsabteilungen (SAS, SPS) sowie in der Logistik (SHS) und sind außerdem sehr eigenständig angelegt.

 

 

 

 

 

Wohnungen haben wir in unterschiedlichen Teilen der Stadt gefunden.

Zum einen bewohnt einer von uns im Süden von Shanghai ein Zimmer etwas weiter außerhalb des Zentrums (1 Std. mit der U-Bahn bis in den Stadtkern), jedoch auch dementsprechend kostengünstiger (1300 RMB/Monat), in unmittelbarer Nähe seines Unternehmens.

 

 

 

 

 

Die anderen beiden haben sich eine 2-Zimmerwohnung direkt im Stadtzentrum genommen (5000 RMB/Monat), wie bereits beschrieben mit weiteren Anfahrtswegen zu den Betrieben.

Jedoch bietet Shanghai als Weltmetropole natürlich auch viele Annehmlichkeiten, die man in zentraler Wohnlage besser nutzen kann.

Dabei ist grundsätzlich festzuhalten, dass man sich in China mit gleichen Mitteln im Allgemeinen einen wesentlich höheren Lebensstandard als in Deutschland leisten kann, was insbesondere als Student eine tolle Erfahrung ist.

 

 

Neben den Praktikanten in Hangzhou und Shanghai ist noch ein weiterer Kommilitone in Peking bei Daimler Northeast Asia beschäftigt. Daimler  ist Teil des in Peking ansässigen Joint Ventures BBDC (Beijing Benz Daimler Chrysler).

Sein  Tätigkeitsbereich  liegt  schwerpunktmäßig  in  der  Logistik  beim Projekt  „Local  content“.  Im  Verhältnis  zu  ZF Sachs  oder Siemens gibt es bei Daimler verhältnismäßig viele deutsche Mitarbeiter, da außer dem Joint Venture auch das Headquarter Northeast Asia in Peking angesiedelt wurde.

Trotz dieser höheren Quote deutscher Mitarbeiter gilt Englisch als offizielle Firmensprache.

 

 

 

Somit  kann  neben den Erfahrungen im Bereich Logistik auch die Sprachkomponente verbessert werden. Untergebracht  wird man als Werkspraktikant bei BBDC kostenfrei in einer Wohnanlage in komfortablen  Wohnungen,  jeweils  zusammen mit einem weiteren Praktikanten oder Trainee. Versüßt  wird  einem  der Aufenthalt in der Wohnanlage z.B. durch den hauseigenen Fitnessraum, die kostenlos nutzbare Sauna oder eine Dachterasse.

Kontakte  zu  Mitstreitern  lassen  sich  sehr  leicht  knüpfen,  da meist zwischen  zehn  und  20  Praktikanten in unterschiedlichen Abteilungen im Werk beschäftigt sind. Die  Anfahrt  zur  Arbeit wird dabei durch den eingesetzten Shuttlebus sehr erleichtert. Dieser fährt morgens gegen kurz vor acht vor der Haustür los und abends gegen 17.30 Uhr wieder zurück. Die tägliche Arbeitszeit ist somit von 8.30-17.30 Uhr festgelegt.

In der Freizeit kommt einem die relativ zentrale Lage der Wohnung zu gute, da man für 25 RMB mit dem Taxi eigentlich alles Wesentliche (von Shopping  bis  Sightseeing) in Peking erreichen  kann.

 

Abschließend bleibt festzuhalten, dass man in China eine andere Arbeitswelt kennenlernt. Diese erfordert manchmal ein höheres Maß an Toleranz, Geduld und Flexibilität als in Deutschland, doch ist es gleichzeitig eine interessante und vor allem wertvolle Erfahrung für das weitere Arbeitsleben.

 

Verfasser:     Martin Lubitz, Daniel Müller, Peter Preßler, Thorsten Prößler.

 

 

 


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