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Institut Verkehr und Raum

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Mobiles Arbeiten als Chance für den ländlichen Raum

28.04.2020

Neues Forschungsvorhaben zur Digitalisierung von Arbeitsweisen startet an der Fachhochschule Erfurt

Derzeit zeigt sich stärker als je zuvor, wie die Digitalisierung unsere Arbeitswelt verändert. Die Corona-Pandemie zwingt große Teile der Bevölkerung das eigene Wohnzimmer zum Büro umzufunktionieren und im "Homeoffice" zu arbeiten. Nun startet am Institut Verkehr und Raum der Fachhochschule Erfurt ein durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördertes Forschungsvorhaben, dass sich der Frage widmet, welche Entwicklungschancen sich durch diese neuen Formen von Erwerbsarbeit für unsere Gesellschaft bieten.

Die Soziologin Claudia Hille, die das Forschungsprojekt an der Fachhochschule Erfurt leitet, erklärt dazu: "Die Corona-Pandemie beschleunigt die Digitalisierung der Arbeitswelt in einem Ausmaß, welches vorher kaum vorstellbar war. Wir erleben jetzt in Rekordgeschwindigkeit eine "Mobilisierung von Arbeit", die unsere Gesellschaft und unsere Arbeitswelt langfristig prägen könnten. Einerseits sehen wir, wie wichtig uns soziale Kontakte und Gemeinschaft auch am Arbeitsplatz sind. Anderseits erleben Arbeitgeber, dass Mitarbeitende auch im Homeoffice ihren Pflichten nachkommen und sich eigenständig organisieren - auch ohne festen Büroarbeitsplatz. Langfristig könnte das einen grundlegenden Wandel in unserer Arbeitskultur bedeuten."

Vor diesem Hintergrund untersucht das neue Forschungsvorhaben "MALA - Mobiles Arbeiten auf dem Lande" einerseits welche Rahmenbedingungen erfüllt sein müssen, um ortsunabhängiges Arbeiten zu ermöglichen und andererseits, welche positiven wie negativen Folgen die Verbreitung dieser neuen Arbeitsweisen hat. Neben den Beschäftigten stehen dabei insbesondere Kommunen im ländlichen Raum im Fokus der Untersuchung. Für diese sieht das Projektteam am Institut Verkehr und Raum der Fachhochschule Erfurt große Entwicklungspotenziale durch die Digitalisierung der Arbeitswelt.

Institutsleiter und Verkehrswissenschaftler Professor Dr. Matthias Gather dazu: "Noch immer sind viele Gemeinden im ländlichen Raum von beruflich bedingter Abwanderung und einer hohen Zahl an Auspendlern betroffen. Doch eine Vielzahl von Studien zeigt, dass das Massenphänomen Pendeln gravierende Folgen haben kann: es belastet nicht nur unser Verkehrssystem und hat negative Auswirkungen auf das Klima, sondern kann auch zu gesundheitlichen Belastungen des Einzelnen fahren. Wenn nun aber Homeoffice und Telearbeit einen Teil der Pendelwege ersetzen, könnte das aus unserer Sicht eine ganze Reihe an positiven Effekten nach sich ziehen. Neben weniger klimaschädlichen CO2-Emissionen und einer zeitlichen Entzerrung für den Einzelnen, könnte es langfristig auch die Attraktivität des ländlichen Raumes als Wohnstandort stärken."

Ziel des Forschungsteams an der Fachhochschule Erfurt ist es, innovative Konzepte und erfolgreiche Strategien zu identifizieren, die Gemeinden und Landkreise zur Förderung mobiler Arbeitsweisen bei gleichzeitiger Verankerung im Dorfleben anwenden können. Angestrebtes Ergebnis des Forschungsvorhabens sind konkrete Handlungsempfehlungen für Kommunen zur Förderung und Ermöglichung mobiler Arbeitsweisen im ländlichen Raum. Diese Handlungsempfehlungen sollen es Kommunen im ländlichen Raum ermöglichen, sich langfristig auf den Wandel der Arbeitswelt und die stetig zunehmende Mobilisierung von Arbeit einzustellen.

Das Projektteam erklärt dazu abschließend: "Wir wollen Kommunen im ländlichen Raum aufzeigen, was es braucht, um langfristig aus der aktuellen Krise zu lernen. Unsere Arbeitswelt verändert sich gerade gravierend und wenn Gemeinden jetzt die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, könnten sie auf lange Sicht als Gewinner aus dieser Krise hervorgehen."

 

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