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GREENNET – Promoting the ecological network in the European Green Belt

Im Projekt “GREENNET - Promoting the ecological network in the European Green Belt” arbeitet die Fachhochschule Erfurt, vertreten durch das Fachgebiet Verkehrspolitik und Raumplanung sowie das Fachgebiet Landschaftsplanung mit insgesamt 11 Kooperationspartnern aus 6 europäischen Ländern (AT ,CZ, DE, IT, SI, SK) zusammen.

Das Grüne Band, entstanden aus dem ehemaligen Todesstreifen während der Teilung Europas in Ost und West im vorigen Jahrhundert, entwickelte sich über Jahrzehnte zur grünen Lebenslinie. Diese Erfolgsgeschichte ist u.a. durch Fernsehdokumentationen (z.B. die ZDF/Arte-Produktion: Mitten im wilden Deutschland mit Andreas Kieling), Bücher (z.B. Die Grüne-Band-Buchreihe: Vom Todesstreifen zur Lebenslinie von Reiner Cornelius, Ein deutscher Wandersommer von Andreas Kieling) und Internet (z.B. www.gruenesband.info, www.erlebnisgruenesband.de) dokumentiert.

Warum gibt es dann das Projekt GREENNET?

Die Idee des GREENNET-Projektes baut auf die Ergebnisse des Vorgängerprojektes GREENBELT (Interreg III B CADSES) auf. Dieses stellte die ökologisch besonders wertvollen Gebiete heraus. Dabei zeigte sich allerdings auch, dass das Grüne Band zu mehr als 50% aus „Lücken“ besteht, welche keinerlei Schutz, dafür jedoch zahlreichen Beeinträchtigungen unterliegen.

Eine "Lücke" im Grünen Band, Foto: Klaus Leidorf l
Eine "Lücke" im Grünen Band, Foto: Klaus Leidorf

 

Somit liegt der Schwerpunkt des Projektes GREENNET auf der Entwicklung und Wiederherstellung eines ökologischen Netzwerkes, eines durchgängigen zusammenhängenden Biotopverbundes, u.a. als Teil des europäischen Netzes „Natura 2000“.

Mit der Verbindung von Lebensräumen durch Wanderkorridore, Trittsteine und Pufferzonen für isolierte und gefährdete Arten stellt der Biotopverbund ein zentrales Ziel des Naturschutzes dar (vgl. z.B. BNatSchG 2010 §21). Eine intensive Landnutzung führt weltweit zu massiven Verlusten der biologischen Vielfalt. Durch den Klimawandel und die ungebremste Fragmentierung der Landschaft wächst die Bedeutung von großflächigen Biotopverbundsystemen weiter. Diese sind reich an Ökosystemdienstleistungen und ein wichtiger Beitrag zu unserer Zukunftssicherung.

Der Biotopverbund ist das Ziel, doch wie kommen wir dahin? Viele Fakten sind seit Jahrzehnten bekannt. Haben wir die richtigen Naturschutz-, Landschaftsplanungs- und Raumplanungs-instrumente für die dauerhafte Etablierung eines funktionierenden Biotopverbundes? Welche Instrumente, Methoden und Strategien nutzen unsere Nachbarländer? Wie beteilige ich die privaten und öffentlichen Akteure vor Ort, regional, national und international? Wie kann erreicht werden, dass möglichst viele von GREENNET profitieren?

Die Idee des Grünen Bandes mit ihrer ökologischen, geschichtlichen und menschlichen Dimension bietet nicht nur die Chance ein einzigartiges Biotopverbundsystem in Europa zu entwickeln und zu erhalten, sondern auch neue nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten für die oft vernachlässigten, peripheren ländlichen Grenzregionen aufzuzeigen sowie Menschen zusammenzubringen.

Der Austausch, das Voneinanderlernen im Bereich wirksamer landschaftspolitischer Instrumente nimmt dabei eine tragende Rolle ein.

 

Internationales Arbeitsgruppen-treffen mit Exkursion an das österreichisch-ungarische Grüne Band im Juni 2011; Foto: Stanislava Dešnik
Internationales Arbeitsgruppen-treffen mit Exkursion an das österreichisch-ungarische Grüne Band im Juni 2011; Foto: Stanislava Dešnik

Das Grabfeld als Pilotregion

Das landwirtschaftlich geprägte „Grabfeld“ an der thüringischen-bayerischen Grenze wird eine von 5 Pilotregionen innerhalb des GREENNET -Projektes sein. Im Thüringer Grabfeld ist das Grüne Band mit seltenen Wiesenknopf-Wiesen, Gehölzstrukturen, der ansonsten fast ausgestorbenen Wanstschrecke sowie diversen Grenzanlagen überwiegend noch gut erlebbar. Aufgrund des relativ fruchtbaren Bodens unterliegt es andererseits einem starken Nutzungsdruck und weist schon erhebliche Lücken auf.

Die unterschiedlichen Potenziale, aber auch Mängel im Bereich des Grünen Bandes verdeutlichen die Vielschichtigkeit der Ansatzpunkte beim Schutz und bei der Entwicklung des Grünen Bandes.

Der ehemalige Grenzturm bei Irmelshausen im Grabfeld  fungiert jetzt als Aussichtsturm am grünen Band; Foto: Ilke Marschall
Der ehemalige Grenzturm bei Irmelshausen im Grabfeld fungiert jetzt als Aussichtsturm am grünen Band; Foto: Ilke Marschall

Ziel ist es, wirkungsvolle Instrumente und Strategien aufzuzeigen und zu entwickeln, um die Lücken im Grünen Band zu schließen und somit einen einzigartigen Biotopverbund in Europa herzustellen und dessen Erlebbarkeit zu erhalten. Hierdurch werden auch die weichen Standortfaktoren dieser strukturschwachen Region im Wettbewerb der Regionen gestärkt.

So ist das Grüne Band ein lebendes Denkmal. Es bietet Lebensraum für eine seltene Tier- und Pflanzenwelt, ist Anziehungspunkte für sanften Tourismus und dient der Stärkung der örtlichen Identität.

GREENNET kann als Projekt diese Potenziale des Grünen Bandes stärken und die Akzeptanz des grünen Bandes bei regionalen und lokalen Akteuren und Partnern steigern.

 

Weiterführende Informationen

 

1. wissenschaftliche GreenNet - Konferenz: The Green Belt as an European Ecological Network - strength and gaps

Bildergalerie

Tagungsbericht

 Präsentationen

 

 2. wissenschaftliche GreenNet Konferenz: "Wie kann man das Europäische Grüne Band mit landschaftpolitischen Instrumenten sichern?" - Tagungsband

 

3. wissenschaftliche GreenNet - Konferenz: Perspectives for biological & cultural diversity along the European Green Belt, 3. - 4- Juni 2014, Eisenach

Programm

Präsentationen

 

Tagungsband: Proceedings of the 3rd scientific & final GreenNet conference - Perspectives for biological & cultural diversity along the European Green Belt - Good examples, successful measures & new ideas

 

Ergebnisse Studienarbeit: GreenNet - Lückenanalyse sowie Zielentwicklung für die "core area 2 - Milz" im Grünen Band im Grabfeld

Projektmodul "Culture Land" im Sommersemester 2012 im Masterstudiengang Landschaftsarchitektur, Vertiefung EU - Umweltrichtlinien und Kulturlandschaftsentwicklung

Bericht
Übersichtskarte_A3
Biotopkarte_A0
KULAP-Karte_A2
Bestand_Histor_Kulturlandschaftsteile
Massnahmenkarte_A0

Projektleitung:
Thüringer Landgesellschaft

Weitere Partner:
BUND-Project Office Green Belt; Friends of the Earth Germany, Nuremberg Austrian Institute for Nature Protection and Landscape Ecology Styria Ametyst – Environmental Protection Association, Pilzen (Czech Republic) Regional Environmental Center, Country office Slovakia (REC Slovakia) C.E.T.A.-Centre for Theoretical and Applied Ecology, Italy University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna, Austria Nature Park Goricko, Grad, Slovenia Austrian Leage of Nature Conservation Lower Austria, Vienna, Austria Regional Management Burgenland GmbH, Pinkafeld, Austria

This project is implemented through the CENTRAL EUROPE Programme cofinanced by the ERDF.

Projektleitung:
M. Gather
I. Marschall

Ansprechpartner:
M.Müller

Laufzeit:
April 2011 − März 2014

Thematik:
Europäische Raumentwicklung
Umweltverträglichkeit und Umweltwirkung

Methoden:
Raumanalyse
Kooperative Planungsansätze
Workshops und Konferenzen

Auftraggeber:
EU Interreg IV B (Central Europe)

 

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