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Kosmonautenfenster (Dresden)

Im Eingangsfoyer der Freien Evangelischen Schule Dresden befand sich bis zum Juli 2014 ein großes Glasmalereifenster aus DDR-Zeiten. Das 1971 vom Künstler Klaus Dennhardt entworfene und durch die Glaserei Wehlte (Bischofswerda) ausgeführte Fenster mit dem Titel „Die friedliche Eroberung des Weltalls durch den Menschen“ bestand aus zwei gleichgroßen, horizontal rechteckigen Einzelfenstern, welche im geringen Abstand nebeneinander in den Architekturkontext eingebracht waren. Jedes Einzelfenster war in drei großformatige vertikale Felder unterteilt, die von Stahlrahmen gehalten werden.
Die Darstellung zeigt im rechten Fenster, als Blickfang, zwei mit Raumanzügen bekleidete Kosmonauten, die in Schwerelosigkeit in den Weiten des Sonnensystems schweben. Einer von Ihnen winkt dabei dem Betrachter freundlich zu. Im linken Fenster ist in weiter Entfernung dazu die Erde zu erkennen. Die Fenster werden gegliedert durch in unregelmäßigem Abstand zueinander befindlichen senkrechten Bleiruten und geschwungenen Bleiruten, welche diese kreuzen und die Bahnen der Planeten visualisieren. Diese Grundstruktur führt zu einer starken horizontalen Betonung und wird lediglich von der Darstellung der Erde und der Kosmonauten unterbrochen.
Im Verlauf seiner bisher vierundvierzigjährigen Geschichte war das Fenster ständigen Belastungen ausgesetzt, die zu vielen Schäden sowohl an den mundgeblasenen Farbgläsern als auch an der Bleimatrix geführt hatten und in verschiedenen Kampagnen notdürftig repariert wurden. Als der Gebäudekomplex im Jahr 2014 zum Abriss freigegeben wurde, entschloss man sich aufgrund der Bedeutung des Fensters zu einer Notbergung und anschließender Einlagerung der Felder in den Werkstätten der Fachrichtung Konservierung und Restaurierung an der Fachhochschule Erfurt.
Studierende der Fachrichtung sind derzeit in der Glasmalereiwerkstatt damit beschäftigt, die Schäden an den Feldern zu dokumentieren, ein Konservierungskonzept zu erstellen und die notwendigen Restaurierungsmaßnahmen durchzuführen. Ziel ist es, bis zum Jahr 2016 das Fenster so wiederherzustellen, das es in Dresden in einer anderen Schule ausgestellt werden kann.

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