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Archäologisches Kulturgut und Kunsthandwerk

Die Gründung des restauratorischen Studienschwerpunktes „Archäologisches Kulturgut und kunsthandwerkliche Objekte“ geht - indirekt - auf die Beteiligung des Weimarer Museums für Ur- und Frühgeschichte und des Thüringischen Landesamtes für Archäologie an dem DDR-Fernstudiengang „Restaurierung“ des Museums für Deutsche Geschichte, Berlin, zurück. Nach Schließung dieses Studiengangs konnten die Lehrerfahrung sowie die fachliche Expertise in die Lehre der 1994 gegründeten Fachrichtung Konservierung und Restaurierung der FH Erfurt - insbesondere des restauratorischen Studienschwerpunkts „Archäologisches Kulturgut und kunsthandwerkliche Objekte“ - eingebracht werden. Daraus entwickelte sich eine über lange Zeit enge und erfolgreiche Kooperation zwischen dem Thüringischen Landesamt für Archäologie und Denkmalpflege und der FH Erfurt. Inzwischen hat sich der Studienschwerpunkt „Archäologisches Kunstgut und kunsthandwerkliche Objekte“ so weit etabliert, dass die Fachrichtung Konservierung und Restaurierung ihm eine eigene Professur einrichten wird.

Lydia Messerschmidt: Praxissemester im National Museum of Scotland, Edinburgh

Im Fokus der Lehre stehen die Konservierung und Restaurierung von Bodenfunden und kunsthandwerklichem Kulturgut. Deren Vielfältigkeit bezüglich Gestaltung und Material erfordert ein umfassendes Wissen über Funktion, Werktechnik und Konstruktion der Objekte sowie über die einzelnen Materialeigenschaften und deren spezifischen Veränderungen durch Gebrauch und Schädigung. Das hierzu in der theoretischen Lehre vermittelte naturwissenschaftliche und technologische Wissen und die in der praktischen Werkstattarbeit geförderten manuellen Fertigkeiten versetzen die Studierenden in die Lage, die ihnen anvertrauten Objekte sachgerecht zu erhalten und museal zu präsentieren. In der Tat sehen wir es als primäre Aufgabe der Lehre an, unsere Studierenden zum selbständigen Denken und Entwickeln adäquater Behandlungskonzepte zu befähigen. Das Wissen um historische Herstellungsverfahren sowie um die verschiedenen Zerstörungsprozesse, die Kenntnis der modernen Untersuchungsmethoden und Restaurierungstechniken, ein kritisches Verständnis in Bezug auf den Einsatz von neuen oder alten Konservierungsstoffen gilt es hierbei in Synthese zu bringen.

Archäologisches Kulturgut ist gekennzeichnet durch eine breite Materialpalette, immer in einem durch die Bodenlagerung bedingten Schädigungszustand. Zu den Materialgruppen gehören Stein, Knochen, Keramik, Holz, Leder, textiles Material, Metall, Glas, Elfenbein, Naturharz, Schmuckstein, Perlen und Muscheln.

Bei kunsthandwerklichen Objekten ist die Materialpalette noch größer. Charakteristisch sind dabei auch die Materialkombinationen, die oftmals andere Behandlungsverfahren erfordern als die der Einzelkomponenten. Unter diesem Aspekt erweist es sich als besonders positiv, dass an der Erfurter Fachrichtung die Spezialisierungen „Glasmalerei und Objekte aus Glas“, „Mosaik“, „Plastisches Bildwerk und Architektur aus Stein“ sowie „Wandmalerei und Architekturfassung“ als weitere restauratorische Studienschwerpunkte angesiedelt sind. Die interdisziplinär angelegte Lehre fördert und fordert die Auseinandersetzung mit dem dort behandelten – vielfach die kunsthandwerklichen Objekte und Bodenfunde konstituierenden - Material sowie dessen Konservierung und Restaurierung.

Der Studienschwerpunkt „Archäologisches Kulturgut und Kunsthandwerkliche Objekte“ verfügt ebenso wie alle anderen Studienschwerpunkte über helle, lichtdurchflutete Werkstätten mit modernster Ausstattung.


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