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Fachrichtung Konservierung und Restaurieung

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Pavillon (Weimar)

Konservierung, Restaurierung und ästhetische Präsentation der sehr fragmentarisch erhaltenen Barockmalereien mit dem Sujet „Höflinge hinter einer Brüstung stehend“. Maler: Adam Friedrich Oeser (?) (1717 – 1799).

Ort: Kuppel des Pavillons, Seifengasse 7 (beim Goethehaus), Weimar.

Die Adam Friedrich Oeser zugeschriebenen, ins 18. Jh. datierten Kuppelmalereien mit der Darstellung von Höflingen, die hinter einer Brüstung stehend auf die Eintretenden schauen, sind wahrscheinlich schon kurz nach ihrer Ausführung von einer Rokoko- Raumfassung überdeckt und hiermit in Vergessenheit geraten.

Großen Schaden erlitt die Kuppel im späten 20. Jh., als sie - im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen vom Mauerwerk abgenommen und auf feuchtes Erdreich versetzt - von spielenden Kinder als „Iglo“ genutzt wurde. In diesem Zusammenhang erfolgte die Wiederentdeckung der Malereien. Nach Rückversetzung der Kuppel auf die Mauerkrone erfolgten erste konservatorische Behandlungen sowie die Freilegung der Malereien. Im Jahr 1996 übernahm der FB Konservierung die Fortsetzung der Arbeiten. Neben der Nachfreilegung und Bildschichtfestigung stand vor allem die ästhetische Präsentation der äußerst fragmentarisch erhaltenen Wandmalereien im Vordergrund.

Entsprechend den Forderungen von Cesare Brandi (1906 – 1988), dass die Restaurierung nicht nur der Ästhetik des Kunstwerks, sondern auch dem Kunstwerk als zweifachem Zeitzeugnis (der Entstehungszeit sowie der verflossenen Zeit) gerecht werden soll (Teoria del Restauro), führte der Erfurter Studienschwerpunkt eine sehr zurückhaltende Fehlstellenbehandlung durch. Ziel war es, die Malerei (gestaltpsychologisch ausgedrückt) in die „Gestalt“-Funktion zu versetzen und die großflächigen Fehlstellen zum „Grund“ zu machen.

Präsentation der Restaurierung auf der Tagung „Cesare Brandi oggi. Prime ricognizioni“ anlässlich des 100. Geburtstags von Cesare Brandi (Assisi, 28.-30.11. 2003).

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