Professorin Nicole Reill-Ruppe im Gespräch
Wenn Sie auf Ihren bisherigen Weg schauen, was hat Sie in die Wissenschaft geführt?
Während meiner anfänglichen Studienzeit kam ich erstmals durch ein Stipendium mit wissenschaftlichem Arbeiten in Kontakt. Besonders geprägt haben mich zudem wissenschaftlich tätige Menschen in meinem Umfeld und die Ermutigung meines Prüfers, nach meiner Abschlussarbeit zu promovieren.
Was begeistert Sie bis heute an Ihrer Arbeit?
Dass Inhalte und Anregungen von Studierenden verstanden und nachhaltig aufgenommen werden. Wenn Studierende mit anfänglicher Skepsis gegenüber dem Thema Recht diese überwinden, stellt dies für mich einen wesentlichen Antrieb dar.
Wie würden Sie Ihr Forschungsfeld jemanden erklären, der nichts davon weiß?
Es handelt sich um Rechtstatsachenforschung, dabei werden Zahlen und Fakten erhoben, um zu untersuchen, wie sich gesetzliche Regelungen in der Praxis auswirken.
Wie verlief Ihr persönlicher Karriereweg – gab es Phasen des Zweifelns und Scheiterns/besondere Herausforderungen/Erfolge und wie sind Sie damit umgegangen?
Mein Weg war ungeplant und von verschiedenen beruflichen und privaten Herausforderungen geprägt. Zunächst hatte ich Zweifel an einer (Haupt-)Tätigkeit an der Hochschule. Durch einen Lehrauftrag, die Möglichkeit einer Vertretungsprofessur konnte ich die Hochschultätigkeit testen und mich schließlich auf eine ausgeschriebene Professur bewerben.
Was ist an wissenschaftlicher Arbeit oft unsichtbar für Außenstehende?
Die Phase in der das notwendige Grundwissen erarbeitet wird. Erst wenn ich diesen Nullpunkt erreicht habe, bin ich fachlich gewappnet mich der eigentlichen Forschungsfrage zu stellen.
Welche Veränderungen (im Bereich der Wissenschaft) wünschen Sie sich für zukünftige Generationen?
Dass wir auch in Zukunft eine Präsenzhochschule bleiben und der persönliche Austausch damit erhalten bleibt.
Was hätten Sie gern früher über Wissenschaft/die Arbeit an einer Hochschule gewusst und welchen Rat würden Sie Wissenschaftler:innen in frühen Karrierephasen geben?
Professor:innen untereinander pflegen oft eine eigene Art des Umgangs, denn jede:r ist ein Kunstwerk für sich, dies hätte ich gern vorher gewusst. Deshalb sollte auch immer Respekt vor anderen Disziplinen und ein wertschätzender Umgang gepflegt werden.
Sind Wissenschaftler:innen an der FHE gut aufgehoben? Was macht die FHE aus Ihrer Sicht zu einem guten Arbeitsplatz?
Mir persönlich ist ein von Alters- und Geschlecht gemischtes Umfeld sehr wichtig und dies ist in meiner Fachrichtung gegeben. Zudem schätze ich die digitalen Möglichkeiten sowie die Unterstützung durch verschiedene Services.
Fakultät
Wirtschaft-Logistik-Verkehr
Lehrgebiet
- Wirtschaftsprivatrecht (Bachelor)
- Grundlagen des privaten Transportrechtes (Bachelor)
- Grundlagen des Handels- und Gesellschaftsrechtes (Bachelor)
- Rechtsrahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements
- Aktuelle Fragen des Handels- und Gesellschaftsrechts (Master)
- Insolvenzrecht (Master)
- Kapitalmarktrecht (Master)
- Marketingrecht - Rechtsrahmen einer marktorientierten Unternehmensführung (Master)