Professorin Fiona Schönfeld im Gespräch
Wenn Sie auf Ihren bisherigen Weg schauen, was hat Sie in die Wissenschaft geführt?
Ich interessiere mich seit frühester Jugend für das Forschungsfeld Wildtiermanagement. Durch mein Forststudium und das Masterstudium Ökologie konnte ich mir wissenschaftliche Arbeitsmethoden aneignen und erste Erfahrungen in wissenschaftlichen Projekten sammeln, wodurch der Grundstein für meine wissenschaftliche Tätigkeit gelegt wurde.
Was begeistert Sie bis heute an Ihrer Arbeit?
Dass Forschungsergebnisse im Idealfall einen neutralen Wissensbestand darstellen und damit die Basis für politische Entscheidungen bilden können. Außerdem ist die Vernetzung mit anderen Wildbiolog:innen eine große Bereicherung für mich.
Wie würden Sie Ihr Forschungsfeld jemandem erklären, der nichts davon weiß?
Ein wesentlicher Aspekt ist die Erforschung des Verhaltens von Wildtieren in ihrem Lebensraum und als zweiten Schwerpunkt befasse ich mich damit, wie Menschen bzw. Akteur:innen den Umgang mit Wildtieren aushandeln und welche Aspekte für Entscheidungen von Bedeutung sind.
Wie verlief Ihr persönlicher Karriereweg – gab es Phasen des Zweifelns und Scheiterns/besondere Herausforderungen/Erfolge und wie sind Sie damit umgegangen?
Meine wissenschaftliche Laufbahn verlief nicht reibungslos, zum Abschluss des Studiums waren die Berufsaussichten im Forst schlecht und es folgten befristete Arbeitsverhältnisse. Diese boten zwar keine zeitliche Perspektive, aber haben meinen Wissensbestand und Fähigkeiten erweitert. Ein großer persönlicher Erfolg war der berufsbegleitende Abschluss meiner Promotion.
Was ist an wissenschaftlicher Arbeit oft unsichtbar für Außenstehende?
Die grundlegende Schwierigkeit der Finanzierung und als Folge davon die zeitliche Begrenzung. Das betrifft die Forschung und vor allem die Befristungen der wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen.
Welche Veränderungen (im Bereich der Wissenschaft) wünschen Sie sich für zukünftige Generationen?
Dass Wissenschaft bzw. Forschung einen Beruf mit Perspektive und Kontinuität darstellt.
Welchen Rat würden Sie Wissenschaftler:innen in frühen Karrierephasen geben?
Durchhalten und sich von Herausforderungen nicht entmutigen lassen!
Sind Wissenschaftler:innen an der FHE gut aufgehoben? Was macht die FHE aus Ihrer Sicht zu einem guten Arbeitsplatz?
An der FHE erleben Forschende ein positives sowie förderndes Umfeld mit großen Freiheiten. Die Hochschule bietet einen guten Rahmen für wissenschaftliche Betätigung und hat hinsichtlich Beratung, Unterstützung und Begleitung von Projekten sowie Digitalisierung von Prozessen eine enorme positive Entwicklung durchlaufen.
Fakultät
Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst
Lehrgebiet
- Wildtiermanagement & Jagd (Vorlesung, Seminare, Lehrjagden)
- Wildtiermonitoring (Vorlesung & Seminare)
- Alternative Landnutzung (Vorlesung & Exkursionen)
- Wildtiermanagement als betriebliches Steuerungselement (Seminar & Exkursionen)
- Botanik & Ökologie (Vorlesung; Mitwirkung)
- Artenkenntnis im Naturschutz (Seminar; Mitwirkung)
- Ornithologie
- Jagdpraxis
- Wildlife Monitoring & Game Management