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Professorin Ronakeh Warasthe im Gespräch



Wenn Sie auf Ihren bisherigen Weg schauen, was hat Sie in die Wissenschaft geführt?
Ich entwickelte bereits während meines Masterstudiums den Wunsch, eine FH-Professur anzustreben, da ich komplett FH-sozialisiert bin. Gleichzeitig fiel mir auf, dass in meinem gesamten Masterstudium keine Frau gelehrt hat, was meinen Wunsch verstärkte, selbst in der Wissenschaft tätig zu werden. 

Was begeistert Sie bis heute an Ihrer Arbeit?
Die Abwechslung durch wechselnde Studierendengruppen und die Vermittlung der Inhalte, welche mit dem Alltag der Studierenden zu tun haben. Zudem der akademische Austausch auf internationalen Wirtschaftskonferenzen. 

Wie würden Sie Ihr Forschungsfeld jemandem erklären, der nichts davon weiß?
Ich beschäftige mich mit der Nachhaltigkeit in Bekleidungs-Lieferketten und der Frage wie Kleidung weniger schädlich für Menschen und Umwelt produziert werden kann. 

Wie verlief Ihr persönlicher Karriereweg – gab es Phasen des Zweifelns und Scheiterns/besondere Herausforderungen/Erfolge und wie sind Sie damit umgegangen?
Ich hatte starke Selbstzweifel, vor allem gegen Ende meiner Promotion, ich dachte ich schaffe dies nie. Ein besonderer Erfolg war schließlich der Abschluss meiner Promotion mit einer guten Note sowie die Präsentation einer gemeinsamen, während COVID-19 entstandenen Arbeit, die mit Leuten auf fünf Kontinenten zusammengetragen wurde. 

Was ist an wissenschaftlicher Arbeit oft unsichtbar für Außenstehende?
Die investierte Zeit und der Aufwand von wissenschaftlichen Arbeiten wie Präsentationen, Studien oder Paper/Artikeln. Hinzu kommt, dass das Verstehen von wissenschaftlichen Studien häufig schwierig für Außenstehende ist.  

Welche Veränderungen (im Bereich der Wissenschaft) wünschen Sie sich für zukünftige Generationen?
Dass der Forschung mehr Raum und Ressourcen gegeben werden. Außerdem wünsche mir noch mehr Sichtbarkeit von Frauen.

Was hätten Sie gern früher über Wissenschaft/die Arbeit an einer Hochschule gewusst und welchen Rat würden Sie Wissenschaftler:innen in frühen Karrierephasen geben?
Dass jede:r Zweifel hat und niemand alles weiß. Mein Rat daher, sich nicht von Selbstzweifeln überwältigen lassen, sondern Wissenschaft als Prozess und Life Long Learning zu verstehen. 

Sind Wissenschaftler:innen an der FHE gut aufgehoben? Was macht die FHE aus Ihrer Sicht zu einem guten Arbeitsplatz?
Ich erlebe an der FHE ein angenehmes Miteinander und nehme eine große Neugierde der Studierenden wahr. 

Kontakt

Prof.in Dr. Ronakeh Warasthe

Fakultät

Wirtschaft-Logistik-Verkehr

Lehrgebiet

  • Grundlagen Nachhaltigkeit
  • Nachhaltigkeit und Wirtschaftsethik
  • Digitale Transformation & Nachhaltigkeit
  • Nachhaltiges Supply Chain Management
  • Praktikumokratieförderung (Seminar), MA Internationale Soziale Arbeit
  • Praxisbegleitung und -reflexion (Seminar), MA Internationale Soziale Arbeit
  • Betriebliche Logistik
  • Innovation & Change 
  • Einkauf, Produktion & Logistik

Porträtreihe "Frauen in der Wissenschaft"

Eine Initiative des Projekts PROF4FHE mit Fokus auf die Professorinnen der Fachhochschule Erfurt und deren Karrierewege.

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