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Prof.in Saskia Erbring im Gespräch

„Ich habe nie mein Ziel aus den Augen verloren.“

Wenn Sie auf Ihren bisherigen Weg schauen, was hat Sie in die Wissenschaft geführt?
Die Forschung, ich wollte was entdecken, entwickeln und Neues machen. Über mein Referendariat habe ich das Thema Supervision kennengelernt, was zu diesem Zeitpunkt noch kein empirisches Forschungsthema war. Dies wollte ich nutzen und das Thema bearbeiten und habe dabei ein völlig neues Design entwickelt.

Was begeistert Sie bis heute an Ihrer Arbeit?
Die Freiheit von Forschung und Lehre begeistert mich vor allem in meiner Arbeit.

Wie würden Sie Ihr Forschungsfeld jemanden erklären, der nichts davon weiß?
Ich beschäftige mich mit Supervision in diesem Zusammenhang mit der Frage, wie Beratungs- und Professionalisierungsprozesse funktionieren. Zum anderen forsche ich zur schulischen Inklusion mit der Fragestellung, wie Schulleitungen qualifiziert werden können, um Inklusion an Schulen erfolgreich umzusetzen.

Wie verlief Ihr persönlicher Karriereweg – gab es Phasen des Zweifelns und Scheiterns/besonderer Herausforderungen/Erfolge und wie sind Sie damit umgegangen? 
Nach der Promotion erhielt ich das Angebot zur Habilitation, entschied mich jedoch bewusst dafür, die Universität zu verlassen und mich selbstständig zu machen. Diese Entscheidung war mit vielen Zweifeln verbunden, erwies sich rückblickend jedoch als richtungsweisend. Mein Erfolg war auf mein Bauchgefühl gehört zu haben und den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, denn gerade dieser Abschnitt qualifizierte mich für die Professur.

Was ist an wissenschaftlicher Arbeit oft unsichtbar für Außenstehende?
Die Vorarbeit, für einen Artikel oder ein Forschungsprojekt muss im Vorhinein sehr viel Zeit investiert werden.

Welche Veränderungen (im Beruf der Wissenschaft) wünschen Sie sich für zukünftige Generationen?
Ich würde mir wünschen, dass Mitarbeitende im Mittelbau von längeren Verträgen und mehr Planungssicherheit profitieren. Außerdem halte ich ein strukturiertes Mentoring für wichtig.

Welchen Rat würden Sie Nachwuchswissenschaftler:innen geben?
In Phasen von Tiefpunkten und Überlastung hat mir die Orientierung an meinem Ziel geholfen. Daher rate ich sich diese Orientierung bewusst zu bewahren und zugleich für ein unterstützendes Umfeld zu sorgen.

Was macht die FHE aus ihrer Sicht zu einem guten Arbeitsplatz?
Ich schätze, dass wir viele Entscheidungsmöglichkeiten bei der Lehrplanung haben. Außerdem erlebe ich die Hochschule als sehr unterstützend.

Kontakt

Prof. Dr. Saskia Erbring

Fakultät

Angewandte Sozialwissenschaften

Lehrgebiet

  • Biografische Selbstreflexion, BA Soziale Arbeit
  • Fachtagung, MA Beratung und Intervention
  • Kollegiale Fallberatung mit Fachperspektiven, MA Beratung und Intervention
  • Professionelles Selbstverständnis, MA Beratung und Intervention
  • Systemische Beratung und Supervision, MA Beratung und Intervention