Erfolgreicher Auftakt der Autorinnenlesungsreihe „Gender und Gesellschaft“
Am 22. Oktober 2026 startete die von Service Gender und Diversity initiierte Autorinnenlesungsreihe „Gender und Gesellschaft“ an der Fachhochschule Erfurt mit einem Gespräch mit der Autorin Sharon Dodua Otoo über ihren Roman „Adas Raum“. Dorit Machell moderierte die Veranstaltung, die am Campus Altonaer Straße Studierende und Mitarbeitende anzog und einen erfolgreichen Auftakt der neuen Reihe bildete.
Im Gespräch ging es unter anderem um Otoos literarische Entscheidung, Dinge und Gegenstände als Ich-Erzählinstanzen auftreten zu lassen. Als beobachtende und erinnernde Subjekte eröffnen sie generationenübergreifende Perspektiven auf Geschichte und gesellschaftliche Machtverhältnisse. Darüber hinaus diskutierten die Gesprächspartnerinnen, wie gesellschaftliche Zuschreibungen von Geschlecht, Herkunft und Identität entstehen, wessen Leben als bedeutsam gilt und wer als Subjekt der eigenen Geschichte anerkannt wird. Auch Otoos pointierter Humor kam zur Sprache: Er legt die Absurdität gesellschaftlicher Normen, Machtstrukturen und koloniale Praktiken offen.
So wurde deutlich, wie Literatur gesellschaftliche Hierarchien sichtbar machen, etablierte Perspektiven hinterfragen und neue Denkweisen eröffnen kann.
Die Reihe möchte gemeinsam mit diskursprägenden Autorinnen zur interdisziplinären Auseinandersetzung mit Fragen von Gender und Gesellschaft einladen.
Ausblick: Die nächste Veranstaltung findet am 12. November 2026 von 16:00 bis 17:30 Uhr am Campus Altonaer Straße (Raum 9.3.02) statt. Zu Gast ist Dr. Emilia Roig mit einer Lesung zu ihrem Buch „Why We Matter – Das Ende der Unterdrückung“. Im Mittelpunkt stehen das Zusammenspiel verschiedener Diskriminierungsformen sowie Fragen von Solidarität, Gerechtigkeit und gesellschaftlichem Wandel. Die Veranstaltung ist hochschulöffentlich, der Eintritt frei.
