Sommerakademie Berlin 2026
Wäre das SEZ Berlin eine Raupe - welcher Schmetterling würde aus ihr ?
Fünf Hektar Nutzfläche mitten in Berlin: das ehemalige Sport- und Erholungszentrum, ein Beispiel der DDR-Moderne, multifunktional und identitätsstiftend. Seit 2002 vom Land Berlin vernachlässigt, zunächst weggegeben, später gerichtlich zurückgewonnen und schließlich zum Abriss bestimmt – der im Frühjahr 2026 durch die Initiative des Bündnisses «SEZ-Quartier neu Denken» vorerst verhindert werden konnte.
Gesucht waren Ideen für das SEZ, die über das bislang diskutierte hinausgehen. Unter Einbeziehung des Vorschlages des Bündnisses ‘SEZ-Quartier neu denken’ aus dem Frühjahr 2026, die vor Ort gewünschte Wohnbebauung in Form von Hochhäusern zu realisieren, die unmittelbar hinter dem SEZ im Grünraum angeordnet sind.
Im Fokus standen explizit die Vorstellungen junger Menschen, für die das SEZ nicht mit dem Verlust des einstmals gewesenen verbunden ist. Die den derzeitigen Anblick weniger abstossend finden als anregend, dazu inspirierend, sich auszumalen, was sein könnte. Ein wenig so wie bei einem abends am Strand angeschwemmten mysteriösen Objekt, das man mit grossen Augen staunend erkundet und gleich tausend Dinge daraus machen möchte.
Die Teilnehmer:innen zeigen zahlreiche neue Vorschläge für das SEZ auf, für seine Nutzung, für den Umgang mit der Bausubstanz, für die Entwicklung des gesamten Areals in Verbindung mit dem Volkspark Friedrichshain. Und führen damit vor, das das SEZ eben kein Fall für die Müllhalde ist, sondern vielmehr ein Füllhorn an Ideen.
Könnten diese Arbeiten nicht neue Impulse geben in einer festgefahrenen Diskussion, in den Verkantungen des Streits um Erhalt oder Abriss, in den starren Fronten etwas lösen ? Und also etwas auslösen: in der Entwicklung des SEZ und seines Areals, der Stadtgesellschaft Berlins und eigentlich der Gesellschaft überhaupt.





