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Ringbo Nursing Home von H.C. Hansen

Grafik mit einer beigefarbenen, leicht rosa getönten Papierfläche, auf der eine historische Architekturzeichnung in dünnen schwarzen Linien zu sehen ist. Sie zeigt aus der Vogelperspektive einen großen, ovalen, vieleckig geknickten Gebäuderiegel, der einen offenen Innenhof umschließt. An mehreren Stellen springen kleine Anbauten und Eingangsbereiche aus dem Ring vor, oben rechts schließt eine Gruppe unregelmäßiger Baukörper an. Über die Zeichnung ist in fetter, schwarzer Schrift mit Art-déco-Anmutung und hellem Rand zentriert Text gesetzt. Zuoberst steht in zwei Zeilen „design against demolition", darunter in sehr großen Buchstaben „roundabout". Weiter unten folgt in kleinerer Schrift in zwei Zeilen „Ringbo Nursing Home by H.C. Hansen".

Ringbo Nursing Home von H.C. Hansen

roundabout: design against demolition

In Kopenhagen ist ein herausragendes architektonisches Ensemble der Nachkriegszeit in Gefahr: das Ringbo Nursing Home von H.C. Hansen, errichtet 1961-63 soll einem neuen Wohnquartier weichen. Der aktuelle Rahmenplan sieht Wohnungen sowie Einrichtungen für Bildung, Freizeit und Soziales vor und möchte mit einem „verbindenden Bereich“ den Zusammenhalt und eine gemeinsame Identität stärken. Genau diese Identität könnte der bestehende ikonische Gebäudekomplex von Ringbo verkörpern. Entwurfskonzepte, die den Erhalt der Anlage prüfen, wurden bisher nicht gemacht. Das Projektstudio hat zum Ziel, die vorhandene städtebauliche Planung kritisch zu hinterfragen und Ideen für eine inhaltlich vergleichbare Quartiersentwicklung unter der Prämisse des weitgehenden Erhalts der Bestandsgebäude zu erarbeiten. Auf städtebaulicher Ebene werden sich die Entwürfe mit der Großform des im Durchmesser 200 m messenden eingeschossigen Rings mit seinen 6 Hochpunkten und der zentralen Parkanlage auseinandersetzen. Darüber hinaus richtet sich der Fokus darauf, eine Haltung zum Umgang mit dem Bestand zu entwickeln und daraus in morphologischer, konstruktiver und gestalterischer Hinsicht Erkenntnisse und Entwurfsstrategien abzuleiten, die in einer Art „Gestaltungssatzung“ für ein neues lebendiges und nachhaltiges Wohnquartier münden könnten. Grundlage dafür wird die intensive Auseinandersetzung mit der Architektur von H.C. Hansen sein, die beispielhaft ist für den heute so wichtigen Ansatz des einfachen ressourcenschonenden Bauens mit kostengünstigen Materialien und aktuell international wiederentdeckt wird. Die Methodik soll ein forschendes Entwerfen sein, das auf Recherche und Analyse beruht.