Lesung mit Tara Ketelsen: Komm Trauma, wir gehen

Die Veranstaltung ist Teil der Autorinnenlesungsreihe „Gender und Gesellschaft“ und wird über das Professorinnenprogramm 2030 finanziert.
Über die Lesung
Was prägt einen Lebensweg? Welche Erfahrungen bleiben, auch wenn sie längst vergangen sind? Und wie kann es gelingen, die eigene Geschichte anzunehmen und zunehmend selbst über das eigene Leben zu bestimmen?
In ihrer Autobiografie „Komm Trauma, wir gehen“ erzählt die Erfurter Autorin Tara Ketelsen von ihrem persönlichen Lebensweg und von Erfahrungen, die sie über viele Jahre geprägt haben. Sie schreibt über sexuelle Gewalt und Missbrauch, Mobbing, familiäre Belastungen, finanzielle Not, Angst- und Panikattacken und ihre Endometriose-Diagnose. Dabei geht es auch um die Suche nach Verbundenheit, um Selbstbild und Identität und darum, wie sich persönliche Erfahrungen auf Beziehungen und das eigene Erleben auswirken.
Ihre Geschichte beginnt in der Kindheit mit familiären Belastungen, später folgen Erfahrungen von Mobbing, Ausgrenzung und sexuellem Missbrauch. Im Jugendalter wird eine Therapie zu einem wichtigen Wendepunkt: Tara entscheidet sich für einen Neuanfang und wählt bewusst einen neuen Namen. Doch ihr Weg verläuft nicht geradlinig – die Autobiografie erzählt von Rückschlägen, Veränderung und der schrittweisen Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte.
Auch ihre Suche nach Nähe und Verbundenheit, Beziehungen und Erfahrungen auf Dating-Apps finden Raum in ihrem Buch. Dabei zeigt Ketelsen, wie persönliche Erfahrungen das eigene Selbstbild und den Blick auf Beziehungen und das eigene Leben prägen können.
Tara Ketelsen liest aus ihrer Autobiografie und gibt Einblicke in eine sehr persönliche Geschichte. Dabei steht nicht die Suche nach allgemeingültigen Antworten oder Rezepten im Mittelpunkt. Vielmehr eröffnet die Lesung einen Raum, um über unterschiedliche Lebenswege, Verletzlichkeit, Selbstbestimmung und die Erfahrungen zu sprechen, die Menschen prägen – auch wenn sie für andere oft unsichtbar bleiben.
Über die Autorin
Tara Ketelsen ist Erfurter Autorin, Pädagogische Fachkraft und studiert Soziale Arbeit an der Fachhochschule Erfurt. Mit ihrer Autobiografie „Komm Trauma, wir gehen“ erzählt sie erstmals ausführlich von ihrem persönlichen Lebensweg und den Erfahrungen, die sie geprägt haben.
In ihrem Buch verbindet sie persönliche Erinnerungen mit einer offenen und reflektierten Auseinandersetzung mit Trauma, Identität, Beziehungen und Selbstbestimmung. Ihre Geschichte erzählt dabei nicht von einem einfachen „Überwinden“ schwieriger Erfahrungen, sondern von einem langen und individuellen Prozess, den eigenen Umgang mit der Vergangenheit und dem eigenen Leben zu finden.
Hinweise zur Veranstaltung
Die Veranstaltung wird vom Service Gender und Diversity der Fachhochschule Erfurt organisiert und im Rahmen des Professorinnenprogramms gefördert. Alle Hochschulangehörigen und darüber hinaus alle Interessierten sind herzlich eingeladen - der Eintritt ist frei.
Der Veranstaltungsraum ist barrierearm mit einem Aufzug erreichbar. Um eine respektvolle, diskriminierungssensible und inklusive Atmosphäre zu unterstützen, wird eine Awareness-Person während der Veranstaltung anwesend sein.
Lesetipp: Ein Exemplar von „Komm Trauma, wir gehen“ steht in der Hochschulbibliothek zur Ausleihe zur Verfügung.
