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Ringvorlesung "Krieg und Frieden"

Plakat

Thema: „Differenz – Transformation – Zusammenhalt. Soziale Ungleichheit und Diskriminierung in der DDR und Transformationszeit: Auftakt einer Aufarbeitung“
Präsentation und Diskussion mit Prof. Christiane Kuller, Dr. des. Elena Kiesel, Christian Hermann, Steven Lange und Max Zarnojanczyk

Mit dem Projekt „Differenz – Transformation – Zusammenhalt“ (DiTZu) beteiligen sich die Stadt und die Universität Erfurt an der Aufarbeitung von Gewalt in der DDR sowie der Transformationszeit: Für die meisten Menschen markierte die Friedliche Revolution 1989/1990 das Ende diktatorischer Herrschaft, für einige bedeutete sie den Beginn der sogenannten Baseballschlägerjahre. 
Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit der Frage, wie soziale Prozesse, Konfliktstrukturen und kollektive Formen des Erinnerns zwischen kommunalen Einrichtungen, zivilgesellschaftlichen Akteur:innen und betroffenen Gruppen wirksam analysiert und reflektiert werden können. Ziel ist es, durch dialogorientierte und forschungsbasierte Veranstaltungsformate den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und neue Anstöße für ein solidarisches und inklusives Miteinander in der Stadt zu geben. 
Diesem Ziel haben wir uns in vier Teilprojekten genähert: über die Geschichte der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen (Christian Hermann), Alltagserfahrungen und Selbstorganisationen von Frauen mit Behinderungen (Elena Kiesel), Menschenfeindlichkeit aus der Perspektive städtischer Institutionen (Steven Lange) und die Erinnerungskultur an rechte Gewalt (Max Zarnojanczyk). 
Das Projekt „Differenz – Transformation – Zusammenhalt“ versteht sich als überpartei­liches Vorhaben möchte demokratische Strukturen festigen und zivilgesellschaftliches Engagement stärken. Es steht exemplarisch für die enge Kooperation zwischen städtischen Einrichtungen, wissenschaftlichen Institutionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen und setzt damit ein Zeichen für eine widerstandsfähige Demokratie. 
Bei unserer Abschlussveranstaltung wollen wir unsere Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit vorstellen und diskutieren. 

Die Ringvorlesung der Erfurter Hochschulen und der Stadt Erfurt startet am 29. Oktober 2026 und findet alle 2 Wochen, donnerstags, von 18:15 bis 19:45 Uhr im Rathausfestsaal statt.
Referentinnen und Referenten von Universität und Fachhochschule Erfurt, Internationaler Berufsakademie (iba), der IU Internationale Hochschule sowie der Health and Medical University Erfurt beleuchten das Thema "Krieg und Frieden" aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Auf alle Interessierten warten spannende Erkenntnisse und reichlich Stoff für Diskussionen.