Fachhochschule Erfurt – Architektur

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Fachrichtung Architektur

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Entwurfslehre + Gebäudekunde I

ModulcodeM9BA3
ModulbezeichnungEntwurfslehre + Gebäudekunde I
Modulverantwortlich
ModulartPflicht
SpracheDeutsch
Empfohlenes Semester3. Semester
Voraussetzung für ModulKeine
LeistungsnachweisPrüfungsleistung
Art der Prüfung
PrüfungsvorleistungM9.1BA3-Entwurfslehre
Die Bearbeitung der Übungen kann in der Hochschule erbracht werden. Die Prüfungsvorleistungen und Prüfung erfolgen über die akkumulierten Noten in der Übungen
und Referate sowie einen abschließenden schriftlich/zeichnerischen Test. 
 
M9.2BA3-Gestaltungslehre III
Das Selbststudium im Teilmodul bezieht sich auf die Erstellung von Skizzen und Zeichnungen, Hausarbeiten und Skript sowie Literaturstudium. Von den Studierenden wird Anwesenheit, Diskussionsbeteiligung, Erarbeitung von Skizzen, Zeichnungen und Modellen sowie die Teilnahme an Zeichenexkursionen erwartet.
 
M9.3BA3-CAD I
Im Teilmodul wird die Anwesenheit bei den Seminaren und Vorträgen erwartet. Die Bearbeitung der Präsentationsprojekte kann in der Hochschule erbracht werden. Die Präsentationsprojekte werden selbst recherchiert und aufbereitet. Der Leistungsnachweis des Teilmoduls erfolgt als Klausur von 2 Stunden Dauer und ist als Prüfungsvorleistung Voraussetzung für die Zulassung zu Fachprüfung des Gesamtmoduls. Die Prüfungsinhalte beziehen sich auf die Lerninhalte der Vorlesungsveranstaltung.
 
M9.4BA3-Gebäudeplanung
Klausur über den Vorlesungsstoff und/oder studienbegleitende schriftliche Darstellung der maßgeblichen planungs- und baurechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Ermittlung von entwurfsrelevanten Gebäudekennwerten.
Art der BewertungDeutsche Bewertung von 1 bis 5
Anmeldung zur PrüfungNicht notwendig
Workload

270 Stunden

davon:
132 Stunden Präsenzstudium
138 Stunden Selbststudium

Credits (ECTS)9


Kompetenzziele, Lern- und Qualifikationsziele

Die Integration der Lehrinhalte aus den Fachgebieten Entwurfslehre I, Gestaltungslehre III, Gebäudeplanung und CAD I vermittelt dem Studierenden die Komplexität des Entwerfens. Im Wechselspiel entwickeln die Studierenden funktionale, organisatorische, konstruktive, ästhetische, soziale, bau- und planungsrechtliche Kenntnisse und Fertigkeiten unter Berücksichtigung von Kostenfaktoren und Bauvorschriften, sowie CAD Fertigkeiten.
 
Fachliche Kompetenzen:

  • Entwerferische Fähigkeiten im Bereich der funktionell-räumlichen Gestaltung vonWohngebäuden und Wohnanlagen
  • Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Funktion, Gestaltung, Konstruktion und wirtschaftlichen Kriterien
  • Kenntnis von Architektur- und Raumqualitäten
  • Verständnis für rechtliche, wirtschaftliche und energetische Rahmenbedingungen des Entwerfens
  • zeichnerische, grafische  und modellbautechnische Fertigkeiten.

Methodische Kompetenzen:

  • Erfahrungen und Problemlösungsstrategien
  • Fähigkeiten sich einem Entwurfsthema analytisch zu nähern
  • Fähigkeit exemplarisch mit einem Entwurfsthema umzugehen und Verallgemeinerungen zu treffen

Schlüsselkompetenzen:

  • Fähigkeit zu teamorientierten Arbeitsweisen durch Gruppenarbeit
  • Erlangung von Kenntnissen zur Selbstorganisation und des persönlichen Zeitmanagements
  • Anwendung von medialen und rhetorischen Präsentationstechniken

M9.1BA3 - Entwerfen und Gebäudekunde I
Die Studierenden werden in die Lage versetzt, auf der Grundlage eines typologischen Repertoires niedrig geschossige Wohnbauten autonom entwerfen zu können, sowie architektonische Qualitäten in diesem Bereich auch autonom beurteilen und sie historisch einordnen zu können.

Sie sollen Verständnis für vielschichtige gesellschaftliche Phänomene und deren inhaltlicher Verflechtung im Bereich des Bauens entwickeln (rechtliche, funktionale, gestalterische, soziale, psychologische, ökonomische, technisch-konstruktive, historische, ökologisch-energetische Aspekte) und dabei Synthese-Methoden erlernen, die heterogene Anforderungsprofile zu konkreten funktionierenden Ganzheiten formen. Der Studierende wird in die Lage versetzt, heterogene Problemfelder im Bereich des Bauens synchron zu erfassen und Lösungsstrategien zu erlernen. Dabei werden übergreifende Entwurfskenntnisse zur Entwicklung der räumlichen Organisation von Gebäuden im Zusammenhang mit städtebaulichen Vorgaben erworben. 
 
Durch die Teilnahme an teilweise in Englisch gehaltenen Lehrveranstaltungen sowie eigene Recherchen in internationalen Medien (z.B. Internet) und eigenen Präsentationen in Englisch wird für die Studierenden eine Erweiterung ihrer Fremdsprachenkompetenz erzielt.Die Erweiterung der rhetorischen Kompetenzen sowie die Kommunikationsfähigkeit wird durch eigene Entwurfspräsentationen in Form von Referaten erreicht. Teilweise als Gruppenarbeit organisierte Übungen fördert die Teamfähigkeit der Studierenden.
 
M9.2BA3 - Gestaltungslehre III
Lernziel ist das Verstehen von gestaltungstheoretischen Zusammenhängen sowie Skizzen oder Freihandzeichnungen zu erstellen, die schwer in Worte zu fassende räumliche Zusammenhängen bildlich darstellen. Die bildliche Darstellung bezieht sich auf den gesamten Planungsvorgang vom Konzept bis zum Detail, d.h. vom Bauherrengespräch bis zur Baustelle.

Die Eigenarbeit der Studenten bezieht sich auf die Fertigkeit, Skizzen und Zeichnungen zu erstellen und Hausarbeiten im plastischen Bereich anzufertigen. Bezüglich der Farbgestaltung ist ein sicherer Umgang mit Materialfarben und das qualifizierte Gespräch mit der Malerfirma Ziel der Qualifikation. Gesamtqualifikation ist der konzeptionelle Entwurf, die Fähigkeit ein architektonisches Konzept für eine Planungsaufgabe gemäß dem Raumprogramm bezüglich des Baukörpers sowie seiner Formen, Funktionen, Konstruktionen und Materialien in sich logisch und sinnvoll zu planen.
 
M9.3BA3  - CAD I
Erlernt wird die Komplexität der Konstruktionsstrukturen und die Umsetzung einfacher Raumprogramme, computergestützter Präsentation, Blattaufbau, bis zur 3D-Visualisierung. Schlüsselkompetenzen werden durch die Präsentationen und Kritiken der eigenen Visualisierungsprojekte trainiert. Die Studierenden erlangen Kompetenz im virtuellen Planungsgeschehen und einen Überblick zu entsprechenden Systemen.
 
M9.4BA3  - Gebäudeplanung
Ziel ist der Erwerb von Grundlagenkenntnissen des wirtschaftlichen Gebäudeentwurfes als bestimmende Grundlage für jede umsetzungsorientierte, realisierbare Planung und die Einsicht in die praxisorientierten Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für die Entwicklung von Entwurfskonzepten.
 
Folgende fachliche Kompetenzen und Fertigkeiten sollen erreicht werden:

  • Verständnis für die Einflüsse aus gesetzlichen Grundlagen für den Gebäudeentwurf
  • Kenntnisse der Bauantragsverfahren und der Anforderungen an Antragsunterlagen
  • Angemessene Kenntnisse der Behörden, Fachämter und Organisationen, die bei der praktischen Umsetzung von Entwurfsplanungen zu beteiligen sind;
  • Kenntnisse über Kosten- und Flächenkennwerte und deren Ermittlungsverfahren;
  • Verständnis für die Bedeutung der entwurfsbegleitenden Integration von Fachingenieurplanungen
  • Grundkenntnisse über energieeffiziente Gebäudeentwürfe

Folgende methodische Kompetenzen sollen erreicht werden:

  • Fertigkeiten faktische und rechtliche Entwurfsbedingungen zu analysieren und kreativ umzusetzen;
  • Exemplarische Fertigkeiten zur überschlägigen Ermittlung von wesentlichen Gebäudekennwerten;
  • Prozesskompetenz in der Zusammenarbeit mit anderen an der Planung Beteiligten im Hinblick auf die Anforderungen aus der Berufspraxis;
  • Exemplarische Befähigung selbstständig Lösungen zu erarbeiten;

Darüber hinaus werden folgende Schlüsselkompetenzen erreicht:

  • Schreibkompetenz;
  • Erlangung von Kenntnissen des Recherche- und Informationsmanagements


Inhalte

Das Modul umfasst 1 Semester und besteht aus vier Teilmodulen, Entwurfslehre/Gebäudekunde I, Gestaltungslehre III, CAD I und Gebäudeplanung.
 
M9.1BA3 - Entwurfslehre/ Gebäudekunde I – Wohnen im eigenen Haus 
Die Vorlesungen und Seminare sind aufeinander abgestimmt. Die Vorlesungen dienen als Einführung und Überblick, die Seminare sind anwendungsbezogene Lehrveranstaltungen.Das Bauen zum Zwecke des Wohnens ist eine der Grundaufgaben der Architektentätigkeit –  die vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema Wohnen ist im Sinne einer Tätigkeit in diesem Berufsfeld essenziell.
Im Kontext des Studienverlaufs ist für Studierende nach den Teilmodulen M1BA1 und M5BA2 (Grundlagen des Entwerfens I+II) eine Beschäftigung mit Wohnen und  Wohnformen unter gebäudetypologischen Aspekten sinnvoll. Im weiteren Studienverlauf dient dieses Modul als Basis für die Bearbeitung komplexerer Bauaufgaben.  
Das Leitthema dieses Moduls sind individuelle Wohnformen, i.d.R. im eigenen Haus. Vermittelt werden u. A. Typologien des Einfamilien-, Doppel- und Reihen- und Stadthauses, Teppichbebauungen sowie anderer Formen des verdichteten Flachbaus, An- und Umbauten von Einfamilienhäusern (EFH). Spezielle Themen wie: die Geschichte dieser Wohnformen, Mischnutzungen von Wohnen und Arbeiten, städtebauliche Konzeptionen dieser Bauformen, zukünftige Formen des Wohnens und damit verbundene neue städtebauliche Konzepte und Sonderthemen im Zusammenhang mit dem Projektseminar (z.B. Stadtvillen, Lofthäuser, Wohn- und Geschäftshäuser, temporäre Wohnformen) werden ergänzend vermittelt.
 
M9.2 BA3 - Gestaltungslehre III 
Das Teilmodul „Gestaltungslehre III“ wird in Vorlesungen und seminaristischer Form vermittelt. Die Vorlesungen beschäftigen sich mit Gestaltungstheorie (Formenlehre, Proportions- und Kompositionslehre), Theorie des  Skizzierens und freien Zeichnens (Perspektive, Hell-Dunkel, Plastizität, Kunst des Weglassens), sowie mit Farbtheorie und Farbgestaltung. Diese theoretischen Grundlagen sind die Basis für die Entwicklung eines Raum-, Form-, Proportions- und Kompositionsgefühls sowie eines ausgeprägten Sinnes für Farbe. Das freie Zeichnen und Skizzieren wird in seminaristischer Form anhand von modernen und im Ausnahmefall historischen Innenräumen trainiert, um die Kommunikation mit den an der Planung und am Bau  Beteiligten zu ermöglichen. Plastische Arbeiten und analytische Arbeiten werden in Form von Hausarbeiten angefertigt.
 
M9.3 BA3 - CAD I
Das Modul CAD I wird in seminaristischer Form vermittelt. Wesentlicher Inhalt ist die Auseinandersetzung mit Grundlagen von rechnergestützten Entwurfs- und Präsentationsmethoden. Diese stellen die Voraussetzung für die aktuelle entwerferische Tätigkeit mittels Computersystemen im Studium und Beruf dar. Neben der Beherrschung von raumdefinierenden Konstruktionsstrukturen werden die Fähigkeiten zur Übertragung von Entwürfen mittels Konstruktionssoftware und deren Präsentation trainiert.
 
M9.4 BA3  - Gebäudeplanung 
Die Vorlesungsreihe Gebäudeplanung behandelt entwurfsrelevante Themen aus Gesetzen und Rechtsvorschriften, DIN-Normen und sonstigen Verordnungen mit dem Ziel, die entwerfenden Studierenden mit rechtlichen Rahmenbedingungen beim Gebäudeentwurf vertraut zu machen und Entwurfsentscheidungen in einen praxisorientierten Kontext zu stellen.

Behandelt werden entwurfsrelevante Vorgaben wie:  

  • Landesbauordnungen und Musterbauordnung; 
  • Weiter führende Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien, relevante EU – Gesetzgebungen;
  • Bauantragsverfahren 
  • Flächenermittlungsverfahren – Wirtschaftlichkeitsfaktoren – Gebäudekennwerte
  • Entwurfsbegleitende Kostenermittlung
  • Integration von Fachingenieurplanungen
  • Grundlagen energieorientierter Gebäudeplanung

Die Lehrveranstaltung stellt einen ergänzenden Beitrag zu den gestalterischen, formalen, funktionalen und konzeptionellen Lehrinhalten der Entwurfslehre dar und soll den Studierenden mit Anforderungen eines wirtschaftlichen, umsetzungsorientierten und energiebewussten Entwurfes vertraut machen.
Die Lehrveranstaltung bereitet zudem auf das Projektseminar III und IV in BA5 (Fallstudie) vor.


Veranstaltungsunterlagen / Empfohlene Literatur:
M9.1BA3:
  • Literaturangaben als veranstaltungsbegleitende und ergänzende Vorschlagsliste sowie zur Prüfungsvorbereitung
  • Reiners/ Isphording: Der ideale Grundriss Verlag Callwey, München 1997
  • Asensio, Paco: Wohnkonzepte für die Zukunft, Verlag Callwey, München 2004
  • Schneider: Grundrissatlas Wohnungsbau, Verl. Birkhäuser, Basel, Berlin, Boston 1994
  • Schittich: Verdichtetes Wohnen, Verlag Callwey, München 2004
  • Weidinger, H.: Atriumhäuser Hofhäuser Wohnhäuser aktuelle Beispiele aus Europa DVA Stuttgart, München 2002
  • Vorlesungsskripte
  • sowie Angaben zu weiterer Literatur in den Lehrveranstaltungen
  • spezielle Literatur zum jeweiligen Projektthema
M9.2BA3:
  • Skript
  • eigene Aufzeichnungen
  • Francis D.K. Ching: Die Kunst der Architekturgestaltung
M9.3BA3:
  • Aktuelle Versionen der vorgestellten Software und deren Dokumentationen.
  • Studentenversionen werden zum Teil zur Verfügung gestellt.
  • sowie Angaben zu weiterer Literatur in den Lehrveranstaltungen
M9.4BA3:
  • Skripte zu den Lehrveranstaltungen im Intranet, 
  • eigene Skripte
  • G. Hammer - Bauordnung im Bild – WEKA Verlag
  • P.J. Fröhlich - Hochbaukosten - Flächen - Rauminhalte
  • F. Knut Weiß - Normengerechtes Bauen - R. Müller Verlag
  • einschlägige Fachzeitschriften z.B. (Detail, Baumeister, db, DBZ, u. A.)

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