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Weltoffene Hochschulen gegen Fremdenfeindlichkeit

Wie funktioniert digitales Arbeiten in der Angewandten Informatik?

02.10.2020

Von: Professorin Dr. Oksana Arnold

Rückblick auf die Medienprojektwoche an der Fachhochschule Erfurt

Funktionstest der Kopfhörer (Foto: J. Klingner)

Die Videokonferenz ist vorbereitet (Foto: J. Klingner)

Fleißiges Arbeiten während der Medienprojektwoche. (Foto: J. Klingner)

Das Jahr 2020 ist ein ganz besonderes Jahr: Wir müssen neue Wege gehen, um Bewährtes zu erhalten. Wir müssen umdenken. Wir müssen uns auf die Zukunft vorbereiten und dazu alle Möglichkeiten nutzen. So sind die Rahmenbedingungen und gleichzeitig die Vision für die diesjährige Medienprojektwoche an der Fachhochschule Erfurt.

Die bisherige Konzeption war in den letzten drei Jahren gewachsen. Sie hatte einen bunten und stimmigen Blumenstrauß an Aktivitäten gebildet, um mit Lust und Neugier vielfältige IT-Fähigkeiten und -Kompetenzen entwickeln zu können. Doch wie soll die Basis der Projektaktivitäten – die Auseinandersetzung mit Robotern – funktionieren, wenn man unter Corona-Bedingungen nicht im Team an einem Computer arbeiten oder gemeinsam auf dem Fußboden testen darf? Jede und jeder Teilnehmende der Kinder-Uni benötigt einen eigenen Arbeitsplatz in mindestens 1,5 Meter Abstand. Dieser darf auch während der „Arbeit“ nicht verlassen werden, um die notwendige Sicherheit auch ohne Mund-Nasen-Bedeckung zu gewährleisten. Nur unter Einhaltung dieser und weiterer Verhaltensregeln, die im Rahmenhygieneplan der Hochschule festgeschrieben waren, konnte eine Kinder-Uni als Medienprojektwoche stattfinden. Also galt es, aus der Not eine Tugend zu machen: „Wir arbeiten digital!“ und alle unterstützten das neue Konzept:

  • der Krisenstab genehmigte die Veranstaltung,
  • das Hochschulrechenzentrum gewährte kurzfristig einen breitbandigen Internetzugang über WLAN,
  • ein Student entwickelte verschiedene Programme, um den Schülerinnen und Schülern das Explorieren am Computer, aber auch das Programmieren eines virtuellen Staubsauge-Roboters zu ermöglichen,
  • die Schule stellte einen Klassensatz Laptops sowie einen Moodle-Kurs auf der schuleigenen Lernplattform und
  • die Eltern statteten ihre Kinder mit Headsets und USB-Sticks aus.

Dann ging es los. Drei Tage lang kamen die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse nun an die Fachhochschule Erfurt und erforschten, wie digitales Arbeiten in der Angewandten Informatik funktioniert. Das eigentliche Ziel bestand darin, die Kinder mit den Grundkonzepten der Digitalisierung vertraut zu machen. Was liegt da näher, als sie in die Rolle einer Studentin oder eines Studenten der Angewandten Informatik schlüpfen zu lassen?Von Mittwoch bis Freitag setzten sie sich mit Computern, Robotern, Hardware, Software, Dateiformaten und vielen verschiedenen Anwendungen auseinander. Zwischendurch ging es auch um das EVA-Prinzip, die Bedeutung von Nullen und Einsen für die Informatik und die Speicherkapazität von USB-Sticks. So weiß die K6.1 jetzt, wie viele Bits in einem Gigabyte stecken und warum sie USB-Sticks mit 2, 4, 8, 16, 32 oder 64 GB Speicherkapazität mithatten. Allerdings waren die praktischen Tätigkeiten faszinierender. So haben sie sich in ihrem Moodle-Kurs eingeloggt, haben von dort Videokonferenzeinladungen, Handouts und Powerpoint-Vorlagen heruntergeladen, aber auch Lösungsdateien eingestellt. Sie haben an Videokonferenzen teilgenommen, haben gechattet und auch über das schuleigene Videokonferenzsystem in Breakoutsessions gemeinsam an einer Powerpoint-Präsentation gearbeitet. Sie festigten damit ganz nebenbei das theoretische Wissen zur Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe von Informationen, aber auch über die Funktionsweise von Computernetzwerken. Sie wissen nun, warum Disziplin in der Videokonferenz wichtig ist, wie man einen Redebeitrag anmeldet und was eine Rückkopplung ist.

Nur ein Punkt war nicht optimal: Aus fünf Tagen waren drei geworden und so war es nicht möglich, die Breakoutsessions zu verlängern und die entstandenen PowerPoint-Ergebnisse über die Videokonferenz zu präsentieren. Dies muss sich bei der Wiederholung unbedingt ändern. Fünf Tage sollte die Medienprojektwoche umfassen und keine Stunde weniger. Darin waren sich alle Schülerinnen und Schüler einig: „UNBEDINGT!“ Aber auch so waren die 6.-Klässler stolz auf ihre neuen Fähigkeiten und können nun gelassen in die Zukunft schauen.

Ein letzter Wermutstropfen bleibt: Eigentlich bräuchten alle Schulklassen in Corona-Zeiten eine Medienprojektwoche, um auf digitales Arbeiten vorbereitet zu sein. Einige Politiker*innen und Interessensgruppen fordern dies, die Fachhochschule Erfurt hat zumindest ein geeignetes Konzept dazu.


Kontakt:

Professorin Dr.-Ing. Oksana Arnold
Fachrichtung Angewandte Informatik, Professur Theoretische Informatik / Künstliche Intelligenz
E-Mail: oksana.arnold@no - spam.fh-erfurt.de, Tel.: 0361 6700-952

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