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InEs - Innovationsökosystem von Energiegenossenschaften

Kurzbeschreibung

Das Projekt wird innovative Geschäftsmodelle für Energiegenossenschaften erarbeiten, die eine Umsetzung von Batteriespeicher-Projekten ermöglichen. Begleitend dazu wird das Innovationsökosystem der Energiegenossenschaft Ilmtal erfasst, um die Bedingungen der Umsetzung von Innovationen besser zu verstehen.

Ziele und Vorgaben

Die Speicherung von erneuerbarem Strom ist eine wichtige Komponente einer zukünftigen, bürgergetragenen Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft. Das Projektvorhaben wird Geschäftsmodelle für Energiegenossenschaften (EGs) erarbeiten, die eine Umsetzung von Battery Storage Energy Storage Systems (BESS)-Projekten in größerem Umfang ermöglichen. Durch die Betrachtung verschiedener Einsatzszenarien (u.a. Co-Location, Stand-Alone) soll die Anwendbarkeit der entwickelten Geschäftsmodelle für Projekte in anderen EGs ermöglicht werden.

Begleitend dazu werden die Akteure und Rollen im Innovationsökosystem der Energiegenossenschaft Ilmtal eG wissenschaftlich erfasst und aufbereitet, um dadurch ein besseres Verständnis der Innovationsgenerierung bei sozialen Innovationen zu erarbeiten.

Die Ausgestaltung eines Leitfadens, welcher flexibel an verschiedene Anwendungsszenarien angepasst werden kann, dient als Grundlage für weitere EGs, das Geschäftsmodell in ihrer jeweiligen Gemeinschaft zu etablieren. 

Innovationsansatz

Innovationen entstehen nicht plötzlich, sondern sie sind Ergebnis von Innovationsprozessen (Jöstingmeier & John, 2017). Die im Jahr 2010 veröffentliche neue europäische Regionalpolitik „Contributing to Smart Growth in Europe“ (EC 2010) wies bereits darauf hin, dass Innovationsprozesse als offene Systeme bzw. Innovationsökosysteme und als kollaborative Prozesse zwischen unterschiedlichen Akteuren verstanden werden müssen. Die Typisierungen von Akteuren, die unterschiedliche Rollen im Innovationsökosystem annehmen, sind bislang vor allem auf übergeordneter Makroebene beschrieben (Arnkil et al., 2010), es fehlen jedoch empirische Analysen der konkreten Interaktionen und Akteurstypisierungen auf der Mikroebene (Cunningham et al., 2017). Schütz (2020) stellt 25 typisierte Rollen für Akteure der QH dar. Darauf aufbauend sollen die relevanten Akteure für das Innovationsökosystem von Energiegenossenschaften am konkreten Beispiel der Energiegenossenschaft Ilmtal eG identifiziert werden. Dabei erfasst das Projekt Veränderung bei den Rollen und Akteuren im zeitlichen Verlauf. Dies ermöglicht eine Differenzierung dieser Rollen und Akteure in Abhängigkeit von den Phasen der Entwicklung einer Innovation. Der betrachtete Anwendungsfall umfasst die Einbindung von Großbatteriespeichern als Geschäftsmodellinnovation beiEGs, mit innovativen regulatorischen und vermarktungsorientieren Aspekten.

In der Vergangenheit haben EGs ihre Geschäftsmodelle überwiegend auf die Einspeisung des erzeugten Stroms in das öffentliche Netz und der damit verbundenen festen Einspeisevergütung aufgebaut (Moll et al., 2016). Neue rechtliche und marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen (u.a. negative Strombörsenpreise und Ausfall deren Vergütung durch Solarspitzengesetz, Beteiligung an Netzausbaukosten, etc.) lassen dieses Geschäftsmodell zunehmend unrentabler werden. Es werden somit neue, wirtschaftlich rentable Geschäftsmodelle benötigt. Gleichzeitig sollten diese einem sozialen und ökologischen Anspruch gerecht werden. Das Ziel im Rahmen einer dezentralen Energiewende ist dabei die Weiterentwicklung von EGs zu Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften. In diesen Gemeinschaften wird der produzierte Strom von den Mitgliedern verbraucht. Dem sogenannten ”Energy Sharing” wird dabei ein großes Potential zugeschrieben, wobei aktuelle Untersuchungen die Betrachtung von gemeinschaftlichen Großbatteriespeichern (BESS) nicht berücksichtigen (Wiesenthal et al., 2022).

Die bisher in den Strommarkt integrierten Lösungen sind fast ausschließlich von Großunternehmen betrieben. Die Entwicklung eines innovativen Geschäftsmodells „speicherintegrierende Bürgerkraftwerke“ für EGs ist dementsprechend vor allem eine Geschäftsmodellinnovation für EGs, mit innovativen regulatorischen und vermarktungsorientieren Aspekten.

Aufgabenfelder

Die Energiegenossenschaft Ilmtal erarbeitet Geschäftsmodelle, die eine Umsetzung von Battery Storage Energy Storage Systems (BESS)-Projekten in größerem Umfang ermöglichen. Durch die Betrachtung verschiedener Einsatzszenarien (u.a. Co-Location, Stand-Alone) soll die Anwendbarkeit der entwickelten Geschäftsmodelle für Projekte in anderen EGs ermöglicht werden.

Begleitend dazu werden die Akteure und Rollen im Innovationsökosystem der Energiegenossenschaft Ilmtal eG wissenschaftlich erfasst und aufbereitet, um dadurch ein besseres Verständnis der Innovationsgenerierung bei sozialen Innovationen zu erarbeiten.

Die Ausgestaltung eines Leitfadens, welcher flexibel an verschiedene Anwendungsszenarien angepasst werden kann, dient als Grundlage für weitere EGs, das Geschäftsmodell in ihrer jeweiligen Gemeinschaft zu etablieren.

Wissenschaftlicher Beitrag

Identifizierung relevanter Akteure für das Innovationsökosystem von Energiegenossenschaften am konkreten Beispiel der Energiegenossenschaft Ilmtal eG. Dabei erfasst das Projekt Veränderung bei den Rollen und Akteuren im zeitlichen Verlauf. Dies ermöglicht eine Differenzierung dieser Rollen und Akteure in Abhängigkeit von den Phasen der Entwicklung einer Innovation. 

Weiterführende Links

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) veröffentlichte im Juli 2023 die Förderrichtlinie DATIpilot mit zwei Modulen: Innovationssprints (Modul 1) und Innovationscommunities (Modul2). DATIpilot zielt darauf ab, Förderprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen. Zudem fungiert das Programm als Experimentierraum sowie als Erfahrungs- und Ideenspeicher für eine verbesserte Transfer- und Innovationsförderung des Bundes.

Insgesamt werden rund 300 Innovationssprints gefördert. Bei der DATIpilot Roadshow zwischen November 2023 und Februar 2024 stellten knapp 600 Einzelakteure bzw. Teams ihre Ideen in fünfminütigen Pitches vor. Bei jeder der 23 Veranstaltungen wählten die Teilnehmenden selbst, welche Projekte eine Förderung bekommen sollen. Auf diesem Weg schafften es bereits 153 Innovationssprints in die Förderung. Für alle anderen gab es eine zweite Chance beim Losverfahren, wo weitere 147 Projekte gezogen wurden.

Weitere Informationen finden Sie hier.