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Innov - WIR! - Holz-21-regio - Innovationsmanagement 2.0

Kurzbeschreibung

Das Einzelvorhaben Innovationsmanagement 2.0 sichert die organisatorische Weiterentwicklung und Koordination des WIR!-Bündnisses Holz-21-regio bis Ende 2027. Ziel ist der Aufbau effizienter Strukturen zur Steuerung, Kommunikation und Verstetigung des Bündnisses mit über 50 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Im Zentrum steht die Weiterführung und Optimierung der Koordinierungsstelle zur Bündelung regionaler Innovationspotenziale entlang der Wertschöpfungskette Holz.

Das Projekt stärkt den Strukturwandel im Thüringer Wald durch die systematische Betreuung und Weiterentwicklung der drei thematischen Innovationsbereiche: klimaresilienter Waldumbau, Wertschöpfungskette Rohholz und Zukunftsbaustoff Holz. Hierbei werden Erfahrungen aus der ersten Umsetzungsphase evaluiert, Prozesse digitalisiert, und zielgruppenspezifische Verwertungsoptionen im regionalen, nationalen und internationalen Kontext erschlossen.

Über kontinuierliches Monitoring, gezielte Öffentlichkeitsarbeit und strategische Veranstaltungen, wie der Zukunftskonferenz, wird der doppelte Wissenstransfer – innerhalb und außerhalb der Region – aktiv gestaltet. Das Projekt bildet damit das Rückgrat für künftige Verbundvorhaben, sichert wirtschaftliche Anschlussfähigkeit und verankert langfristig nachhaltige Innovationsstrukturen in einer bislang strukturschwachen Region.

Ziele und Vorgaben

Die Begleitung des Bündnisses Holz-21-regio bei der Entwicklung und Umsetzung von innovativen Lösungsansätzen im Sinne der Bündnisstrategie soll durch die Weiterführung der sich etablierten Koordinierungsstelle für die 2. Umsetzung unter Erprobung der entwickelten Maßnahmen zur Optimierung der Innovationsbereiche bis zum 31.12.2027 sichergestellt werden. 

Ziel des Innovationsmanagements 2.0 ist die Organisation, Koordination sowie das Management des Bündnisses (d. h. nicht inhaltlich-strategische, sondern organisatorische Aufgaben), welches die Zusammenarbeit zwischen den Partnern fördern und erleichtern soll. Das Innovationsmanagement 2.0 liegt bei der Bündniskoordination und wird durch zwei wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, sowie den Bündnissprechern bedient. Die Bündniskoordination dient als zentrale Kon-taktstelle und Ansprechpartner für die Bündnispartner und potenzielle neue Partner. Das Innovationsmanagement strebt danach, die aufgebaute, gewachsene Zusammenarbeit zwischen den mittlerweile über 50 verschiedenen aktiven Bündnis-Akteuren branchenübergreifend weiter aus-zubauen, einschließlich Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Regierungsbehörden, um gemeinsam an der Weiterentwicklung und Fortsetzung der bisherigen Arbeiten zur Implementierung innovativer Lösungen zu arbeiten. Schließlich zielt das Innovationsmanagement 2.0 darauf ab, über den sprichwörtlichen Tellerrand hinauszusehen und die Themen Internationalisierung und den damit einhergehenden „doppelten Wissenstransfer“ grenzüberschreitend – also nicht nur im regionalen Kontext, sondern auch branchenübergreifend – gemeinsam anzugehen. 

Ziel des Projektes ist, bereits eingebundenen Branchen mit adaptierbaren Lösungen auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten, sei es durch die Anpassung an sich ändernde Marktbedingungen, die Integration neuer digitaler Technologien oder die Bewältigung globaler Trends, wie dem Klimawandel und der Urbanisierung. Das aktuell noch bis 31.01.2026 erfolgreich laufende Projekt Innovationsmanagement, das über die FH Erfurt koordiniert wird, bildet die erste Ausbaustufe des Innovationsmanagements für das Bündnis Holz-21-regio und soll mit diesem hier beantragten Projekt seine Fortführung zur Um-setzung der etablierten Managementstrukturen des Bündnisses sicherstellen. Das Ziel des Innovationsmanagements 2.0 ist die Optimierung der Organisation, Koordination und des Managements des Bündnisses auf organisatorischer Ebene.

Innovationsansatz

Die systematische Entwicklung, Optimierung und Förderung von Innovationsprozessen stellt ein zentrales wissenschaftliches und technisches Arbeitsziel vom Bündnis Holz-21-regio dar. Diese Prozesse umfassen verschiedene Dimensionen, darunter Produkt- und Dienstleistungsinnovationen, Struktur-, Prozess-, Marketing- sowie Sozialinnovationen. Ziel ist es, durch gezielte Maßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Akteure zu steigern und nachhaltige Wertschöpfungsketten zu etablieren.

Ein bedeutendes Ziel ist der regionale, nationale und internationale Transfer der Erkenntnisse aus den durchgeführten Projekten. Dieser doppelte Transfer, auch als Proof of Concept bezeichnet, ermöglicht es, erfolgreiche Ansätze nicht nur lokal zu implementieren, sondern auch auf breiterer Ebene zu verbreiten. Hierbei wird sichergestellt, dass die gewonnenen Erkenntnisse in unterschiedlichen Kontexten Anwendung finden und somit einen Mehrwert für eine Vielzahl von Stakeholdern schaffen.

Aufgabenfelder

  • Optimierung der aktuellen Managementmaßnahmen und -strukturen
  • Durchführung des Bündnismanagements und Innovationsmanagements
  • Analyse vorhandener Projektergebnisse von Holz-21-regio-Projekten in der 1. Umsetzungsphase
  • Erprobung nationaler WTT
  • Erprobung internationaler WTT
  • Anwendung und Erprobung erfolgsversprechender Verwertungsoptionen
  • Organisation einer Zukunftskonferenz
  • Koordination der Abschlussarbeiten - Nachhaltigkeitsdokumentation

Wissenschaftlicher Beitrag

Die Herausforderungen, die die Erfolgsbilanz des Innovationsmanagements 2.0 für das Bündnis Holz-21-regio beeinflussen, sind vielfältig und erfordern ein strategisches Vorgehen, um die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit in der Bündnisregion nachhaltig zu sichern. Ein zentrales Element ist die Sicherstellung des Innovations- und Bündnismanagements. Mit über 50 Bündnismitgliedern im nationalen und internationalen Kontext ist es entscheidend, eine effektive Organisation der Arbeitsfähigkeit zu gewährleisten. Dies umfasst nicht nur die Koordination der verschiedenen Akteure, sondern auch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Bündnisses selbst.

Nachhaltigkeit und Umweltanforderungen stellen eine weitere Herausforderung dar. Die Forst- und Holzindustrie steht unter dem Druck, nachhaltige Praktiken zu implementieren, um sowohl Wälder zu schützen als auch die Umweltauswirkungen zu minimieren. Das Innovationsmanagement muss daher den Fokus auf die Entwicklung nachhaltiger Technologien und Verfahren legen, die Ressourcen schonen und die Umweltbelastung reduzieren.

Technologische Entwicklungen wie digitale Fertigung, Robotik und Datenanalyse bieten Chancen zur Effizienzsteigerung und Produktinnovation. Es ist unerlässlich, dass das Innovationsmanagement sicherstellt, dass die Holzwirtschaft mit diesen Entwicklungen Schritt hält und sie aktiv nutzt, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Darüber hinaus müssen Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse berücksichtigt werden. Die Nachfrage nach nachhaltigen und hochwertigen Holzprodukten mit regionalem Bezug wächst stetig. Das Innovationsmanagement sollte daher darauf abzielen, innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die den Erwartungen der Kunden gerecht werden.

Ein weiterer kritischer Punkt ist der Fachkräftemangel sowie das Fehlen von spezifischem Know-how in einigen Bereichen der Innovation. Strategien zur Gewinnung und Bindung talentierter Mitarbeiter sind notwendig, um sicherzustellen, dass das erforderliche Fachwissen vorhanden ist, um innovative Ideen erfolgreich umzusetzen.

Regulatorische Anforderungen stellen ebenfalls eine Herausforderung dar. Die unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Regionen erfordern ein sorgfältiges Management neuer Produkte und Verfahren, um sicherzustellen, dass sie den geltenden Vorschriften entsprechen.

Ein zentraler Aspekt ist die Interaktion zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie die Netz-werkbildung zwischen Unternehmen verschiedener Branchen. Diese interdisziplinäre Wert-schöpfung ermöglicht es, Synergien zu nutzen und innovative Lösungen zu entwickeln, die den Anforderungen des Marktes gerecht werden. Die enge Zusammenarbeit fördert den Austausch von Wissen und Technologien, was wiederum die Entwicklung marktnaher Produkte beschleunigt. Hierbei ist es entscheidend, wie nah oder fern die angestrebten Produkte vom Markt entfernt sind; je näher sie am Markt sind, desto höher ist das Potenzial für eine erfolgreiche Kommerzialisierung.

Schließlich ist ein effektives Risikomanagement unerlässlich. Innovationsprojekte sind oft mit technologischen, finanziellen oder operationalen Risken verbunden. Das Innovationsmanagement muss in der Lage sein, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und entsprechend zu steuern.

Die Optimierung der Innovationsbereiche erfolgt mit einem besonderen Fokus auf den doppelten Transfer von Lösungen aus dem Bündnis – dies umfasst branchen-, regionen- und länderüber-greifende Adaptionen von Lösungen. Durch diese strukturierten Ansätze kann das Bündnis Holz-21-regio nicht nur seine Wettbewerbsfähigkeit steigern, sondern auch neue Märkte erschließen und langfristig nachhaltiges Wachstum fördern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz, marktnaher Produktentwicklung und strategischer Netzwerkbildung entscheidend für den Erfolg im Innovationsmanagement in der Forst- und Waldarbeit ist. Durch gezielte Maßnahmen zur Förderung dieser Aspekte können Unternehmen nicht nur ihre Innovationskraft maximieren, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zur Branche leisten.

Weiteres

Das Innovationsmanagement 2.0 ist Teil des Konzepts von Holz-21-regio und für die 2. Umsetzungsphase als Einzelvorhaben eingeplant. Hierbei beinhalten die Arbeitsaufgaben eine organisatorische Umsetzung der Koordinationsaufgaben im Verbund Holz-21-regio mit Optimierung der vorhandenen, in der ersten Umsetzungsphase aufgebauten Managementstrukturen. Die Förderhöchstgrenze ist seitens des BMBF mit 50% festgelegt. Diese bildet das Anlaufzentrum für Firmen, Presse-, Verbundvorhabens-sowie jegliche Kooperationsanfragen und deckt zeit-gleich die gesamte Öffentlichkeitsarbeit ab. Auch für die interne Bündniskoordination übernimmt die Koordinierungsstelle die Lenkungsfunktion, indem die zeitlichen Abläufe geplant und die Erfolgskennzahlen der Verbundprojekte überprüft werden.