KLIMA-N II - Nachhaltigkeit in Thüringen. Auf dem Weg zu einem starken Hochschulnetzwerk; TP: Nachhaltiger Campus II (Biodiversität und Mobilität)

Kurzbeschreibung
Für die langfristige Transformation von Hochschulen hin zu mehr Nachhaltigkeit in den Betriebsabläufen ist die Etablierung institutioneller Mechanismen von zentraler Bedeutung. Das Vorgängerprojekt KLIMA-N hat im Rahmen des Whole Institution Approach (WIA) umfassende Grundlagen geschaffen, die die Entwicklung und Implementierung nachhaltiger Praktiken und Strukturen sowie die Förderung von Austausch und Zusammenarbeit umfassen. Als öffentliche Institutionen tragen Hochschulen durch Forschung und Bildung aktiv zur Lösung nachhaltiger Entwicklungsprobleme bei, fungieren mit Campusbetrieb, -gestaltung und Governance als Vorbilder und transferieren ihre nachhaltigen Praktiken in die Gesellschaft.
Ziele und Vorgaben
Auf Grundlage der Ergebnisse des Vorgängerprojekts zielt KLIMA‑N² in der Transfer- und Verstetigungsphase darauf ab, institutionelle Routinen für eine dauerhafte Umsetzung des WIA zu etablieren und beispielsweise über das Thüringer Hoschschulnetzwerk Nachhaltigkeit auf weitere Thüringer Hochschulen und darüber hinaus zu übertragen. Ergänzend sollen die Vernetzung mit nationalen und europäischen Nachhaltigkeitsnetzwerken sowie die Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Akteuren gestärkt werden, um nachhaltige Transformationsprozesse auch über die Hochschulen hinaus voranzutreiben.
Die Umsetzung erfolgt in drei aufeinander aufbauenden, integrativen Handlungsfeldern:
- die Entwicklung institutioneller Routinen, die eine dauerhafte Umstellung aller Hochschulaktivitäten gemäß dem Whole Institution Approach fördern,
- die Unterstützung des sich im Aufbau befindenden Nachhaltigkeitsnetzwerks aller Thüringer Hochschulen und die Zusammenarbeit mit weiteren Netzwerken sowie
- die Etablierung einer Kultur der Nachhaltigkeit an den Hochschulen und ihrem gesellschaftlichen Umfeld.
Innovationsansatz
Der Innovationsansatz von KLIMA‑N² liegt in der systematischen, netzwerkbasierten und praxisorientierten Transformation von Hochschulen zu nachhaltigen Institutionen. Durch die Verbindung von Forschung, Lehre, Betrieb und Governance, die Entwicklung übertragbarer Tools und Methoden sowie die enge Einbindung von Praxispartnern und die Förderung von Reallaboren wird ein nachhaltiger Wandel ermöglicht, der über die Hochschulen hinaus in die Gesellschaft wirkt.
Aufgabenfelder
Die Aufgabenfelder von KLIMA-N umfassen die Entwicklung und Implementierung nachhaltiger Routinen an Hochschulen, den Transfer von Wissen und Best-Practice-Lösungen in Netzwerke und Gesellschaft sowie die wissenschaftliche Begleitung und Kommunikation der Transformationsprozesse. Die Umsetzung erfolgt durch klar definierte Teilprojekte der Verbundpartner, die jeweils spezifische Aufgaben und Ziele verfolgen und eng miteinander verzahnt sind.
Das Teilprojekt 3 „Nachhaltiger Campus II (Biodiversität und Mobilität)“ der FH Erfurt widmet sich der nachhaltigen Campusgestaltung mit Fokus auf Biodiversität, Klimaanpassung und nachhaltige Mobilität. Es baut auf den Ergebnissen der ersten Projektphase auf, in der Defizite wie Strukturarmut und hohe Versiegelung der Campusflächen identifiziert wurden. Ziel ist es, diese Defizite zu beheben und die positiven Wechselwirkungen zwischen Biodiversität, Klimaresilienz, Regenwassermanagement und Aufenthaltsqualität systematisch zu verbessern.
Die Aufgaben der Projektkoordination der FH Erfurt umfassen die Zusammenarbeit im Verbund, die Unterstützung von Aufbau und Verstetigung des Thüringer Hochschulnetzwerks Nachhaltigkeit, sowie den effektiven Wissenstransfer und die zielgruppengerechte Kommunikation der Projektergebnisse. Durch die enge Einbindung von Praxispartnern und die kontinuierliche Evaluation der Kommunikations- und Netzwerkstrukturen trägt sie maßgeblich zur nachhaltigen Wirkung und Sichtbarkeit des Gesamtprojekts bei.
Wissenschaftlicher Beitrag
Der wissenschaftliche Beitrag von KLIMA-N² liegt in der systematischen Erforschung, Entwicklung und Evaluation nachhaltiger Strukturen, Routinen und Netzwerke an Hochschulen. Die Ergebnisse werden in die Fachcommunity, die Hochschulpraxis und die Gesellschaft transferiert. Durch innovative Methoden, die Einbindung von Studierenden und Praxispartnern sowie die wissenschaftliche Begleitung von Transformations- und Netzwerkprozessen leistet KLIMA-N² einen bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Hochschulentwicklung und zur gesellschaftlichen Transformation.
Verbundpartner
- Universität Erfurt, Erfurt
- Hochschule Nordhausen, Nordhausen
- Technische Universität Ilmenau, Ilmenau
Projektpartner
- Thüringer Hochschulnetzwerk Nachhaltigkeit
- Thüringer Landespräsidentenkonferenz (TLPK)
- Zukunftsfähiges Thüringen e.V.
- Thüringen Lehrt und Lernt Nachhaltig (ThüLeNa)
- Netzwerke der beruflichen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE-Hubs)


