Fachhochschule Erfurt - Fachrichtung Verkehrs- und Transportwesen

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Fachrichtung Verkehrs- und Transportwesen

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Transportwirtschaft

Die Transportwirtschaftslehre befasst sich mit dem Sektor der Gesamtwirtschaft, dessen Aktivitäten auf die Produktion von Verkehrsdienstleistungen gerichtet sind. Das Fachgebiet vereinigt mindestens zwei grundlegende Sichtweisen - die gesamt- sowie die einzelwirtschaftliche, deren Vermittlung in den Lehrveranstaltungen breite Beachtung geschenkt wird:

Der Staat mit seinen Gebietskörperschaften ist der Wohlfahrt der Gesellschaft verpflichtet. Betrachtet man den Verkehrssektor, so bezieht sich dies auf die Erfüllung der individuellen Mobilitätsbedürfnisse und die Ermöglichung vielfältiger wirtschaftlicher Aktivitäten auf Basis eines qualitativ und quantitativ adäquaten Verkehrsangebotes. Das staatliche Agieren ist - vor dem Hintergrund einer immer weiteren Ökonomisierung der Entscheidungen - zugleich diversen politischen Randbedingungen unterworfen, z.B. Handlungsdruck durch die Finanzsituation öffentlicher Haushalte, sozialen und regionalen Verteilungsgedanken, der Einhaltung von Sicherheitsstandards, der Berücksichtigung der Belange des Umwelt- und Klimaschutzes, der Unterstützung des Strukturwandels in der Wirtschaft sowie der Stabilisierung und Innovationsförderung in Rezessionsphasen.
Auch in einem dezentralen Wirtschaftssystem ist der Staat mit Hilfe einer Reihe ordnungs- und strukturpolitischer Instrumente in der Lage, in die Mechanismen der Märkte einzugreifen, um diese Ziele anzusteuern. Diese Eingriffe haben ihrerseits ökonomische Folgen, die es zu analysieren gilt.

Die Sicht der Verkehrsunternehmung ist eine etwas andere. Im Auftrag der Gesellschafter strebt sie danach, unter den festgelegten gesetzlichen Spielregeln in einem dynamischen Wirtschaftsumfeld Umsatz- und Renditeziele zu erreichen, den Ausbau der Marktposition zu betreiben und damit schließlich auch Arbeitsplätze zu sichern. Oft finden sich auch staatliche Körperschaften zugleich in der Unternehmerrolle wieder und müssen sich mit den Gegebenheiten des Marktes auseinandersetzen. Die Unternehmensplanung im Verkehrssektor besitzt zunehmend globale Aspekte und wird fortan auch unter dem Paradigma der Nachhaltigkeit beurteilt.

Unabhängig davon, auf welcher der soeben vorgestellten Seiten eine Absolventin bzw. ein Absolvent im späteren Berufsleben tätig sein wird, sind ein solides Verständnis der komplexen verkehrswirtschaftlichen Zusammenhänge, analytisches Denken und anwendungstaugliche Lösungsstrategien gefragt. In Fallstudien, die stark an die Realität praktischer Entscheidungssituationen von Unternehmen angelehnt sind, wird zugleich der Einsatz von Instrumenten zur Problemanalyse, Entscheidungsunterstützung und Implementierung geübt.

Die Schwerpunkte in der Lehre lauten:

  • Grundlagen der Transportwirtschaftslehre mit Bezugnahme auf Probleme der Wettbewerbs- und Verkehrspolitik
  • Quantitative Methoden des volkswirtschaftlichen Assessment und der Unternehmensplanung ("Economics of Strategy")
  • Grundlagen der Verkehrsmodellierung, insb. Verkehrsnachfragemodellierung
  • Optimierung der Leistungserstellung auf Basis betriebswirtschaftlicher Überlegungen sowie
  • Praxisprojekte im Vertiefungsstudium sowie in Verbindung mit Abschlussarbeiten

In Verantwortung des Fachgebietes wird das Labor "Verkehrsmodellierung" für Lehr- und Forschungszwecke betrieben.


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