Fachhochschule Erfurt - Fachrichtung Soziale Arbeit

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Prof. Dr. Karl-Heinz Stange - Projekttitel: Modellprojekt zur Qualifizierung von Schulbegleitern und Schaffung von Netzwerken für die gelungene schulische Integration in Thüringen

Projektleitung/Ansprechpartner:
Silke Keil (Projektleiterin), Institut für Berufsbildung und Sozialmanagement, Modellprojekt QuaSI, Pfeiffersgasse 12, 99084 Erfurt, Tel.: 0361/21031523, Mail: quasi@ibs-thueringen.de
Prof. Dr. phil. Karl-Heinz Stange, Fachhochschule Erfurt, Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften, Altonaer Str. 25, 99085 Erfurt, Tel.: 0361/6700-536,
Mail: karl.heinz.stange@fh-erfurt.de  (wissenschaftliche Begleitung)
Kooperationspartner:
Institut für Berufbildung und Sozialmanagement Erfurt, Europäischer Sozialfonds, Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung Thüringen
Laufzeit:
Mai 2009 - April 2012
Abstract:
Laut Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur wurde bei 14.831 Schülern im Freistaat Thüringen im Schuljahr 2007/2008 ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt. Nur 2.244 Schüler davon wurden integrativ beschult. Mit dieser Quote von 15,1 % belegt das Land Thüringen im bundesweiten Vergleich einen der letzten Plätze. Anzustreben ist es, die Zahl der Schüler an Förderschulen zu senken, einer Aussonderung entgegen zu wirken, einen integrativen (gemeinsamen) Unterricht zu fördern und so eine gleichberechtigte Teilhabe an Bildung und nachhaltige Chancengleichheit aller Schüler in Thüringen zu erhöhen. Durch Segregation verringern sich die Möglichkeiten der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf einen Bildungsabschluss zu erlangen, der ihnen auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen eröffnet und ihre gesellschaftliche Integration fördert. Um spätere kostspielige Wiedereingliederungen zu vermeiden, ist es daher notwendig, möglichst frühzeitig wirksame und nachhaltige Unterstützungsmaßnamen zu ergreifen und Voraussetzungen zu schaffen, die Integration und Inklusion zum Ziel haben. Dazu zählen Barrierefreiheit und die Weiterentwicklung von personellen und organisatorischen Grundlagen für einen Gemeinsamen Unterricht.
Eine wichtige Unterstützungsmöglichkeit zur schulischen Integration sind Schulbegleiter. Sie können räumliche, personelle und inhaltliche Barrieren beheben. Mit ihrer Hilfe können Nachteile ausgeglichen werden, die sich aus der fehlenden Anpassung der Bedingungen, Strukturen und der Ausstattung der Schulen an die Bedürfnisse der Schüler mit Behinderung ergeben. Sie begleiten behinderte Kinder durch den Schulalltag. Schulbegleiter gehen auf die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler mit Behinderung ein und unterstützen sie im Unterricht und in den Pausen. Im Rahmen der Eingliederungshilfe (SGB IX, VIII und XII) haben Kinder mit Behinderung einen Rechtsanspruch auf Schulbegleitung. Derzeit liegen in Thüringen allerdings keine einheitlichen Wissensgrundlagen bzw. berufliche Standards für dieses Tätigkeitsfeld vor. Die Schulbegleiter stammen aus unterschiedlichsten Berufsfeldern und arbeiten mit verschiedensten Vorkenntnissen. Dies führt zu inhaltlichen und organisatorischen Unsicherheiten sowohl bei den Schulbegleitern als auch auf Seiten der Lehrer, Schüler und Eltern.
Um den Gemeinsamen Unterricht in Thüringen zu fördern, sind möglichst einheitliche Wissensgrundlagen der Schulbegleiter notwendig sowie eine breite Vernetzung aller Beteiligten. Dies nachhaltig zu gewährleisten, ist die Hauptaufgabe des Projektes. Hierzu wird u. a. ein Handlungsleitfaden zum Thema Schulbegleitung erstellt, der über die Laufzeit des Projektes hinaus mit multiplikatorischem Effekt in ganz Thüringen eingesetzt werden kann. Durch die Qualifizierung sollen die Projektteilnehmer in die Lage versetzt werden, sich ein sicheres berufliches Selbstverständnis anzueignen, die besonderen Bedürfnisse der Schüler mit Behinderung zu erkennen und vor allem ihre gelungene soziale Integration in den Klassenverband zu sichern. Den Schulbegleitern sollen berufliche Standards vermittelt werden, um eine hohe Qualität ihrer Arbeit zu gewährleisten. Zudem sollen Netzwerke zwischen Betroffenen, Schulen, Politik und Verwaltung aufgebaut werden. Durch einen Erfahrungsaustausch mit allen Akteuren sollen die Arbeit der Schulbegleiter und die Rahmenbedingungen ihrer Tätigkeit transparenter gemacht und weiterentwickelt werden. Dies kann die notwendigen strukturellen Veränderungen des Schulsystems im Sinne von mehr Integration und Chancengleichheit unterstützen. Die wesentlichen Projektziele lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Entwicklung eines Curriculums zur Qualifizierung von bereits aktiven Schulbegleitern.
  • Erprobung und laufende Anpassung des Curriculums während drei Qualifizierungsdurchgängen.
  • Erarbeitung eines Handlungsleitfadens zur nachhaltigen Nutzung in Thüringen.
  • Initiierung von Kooperationen operativer und strategischer Partner.
  • Knüpfung von Netzwerken der Schulbegleiter in Thüringen.
  • Erhöhung der politischen und gesellschaftlichen Aufmerksamkeit für das Thema Integrative Beschulung.

Publikationen:
Keil, Silke/Baier, Diana/ Friedemann, Anne/Stange, Karl-Heinz:
"Modellprojekt zur Qualifizierung von Schulbegleitern und Schaffung von Netzwerken für die gelungene schulische Integration in Thüringen", Erster Zwischenbericht, Erfurt 2010, Download 1. Zwischenbericht
Keil, Silke/Baier, Diana/ Friedemann, Anne/Stange, Karl-Heinz:
"Modellprojekt zur Qualifizierung von Schulbegleitern und Schaffung von Netzwerken für die gelungene schulische Integration in Thüringen", Zweiter Zwischenbericht, Erfurt 2011, Download 2. Zwischenbericht
Keil, Silke/Baier, Diana/ Friedemann, Anne/Stange, Karl-Heinz:
"Modellprojekt zur Qualifizierung von Schulbegleitern und Schaffung von Netzwerken für die gelungene schulische Integration in Thüringen", Dritter Zwischenbericht, Erfurt 2012, Download 3. Zwischenbericht
Keil, Silke/Baier, Diana/ Friedemann, Anne/Stange, Karl-Heinz:
"Modellprojekt zur Qualifizierung von Schulbegleitern und Schaffung von Netzwerken für die gelungene schulische Integration in Thüringen", Endbericht, Erfurt 2012


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